Abschied von Hannelore Heuer:
Die Kinder werden ihr fehlen

Gronau -

Mit Standing Ovations, feierlichen Reden, Gesang und einer „warmen Dusche“ wurde Hannelore Heuer gestern als Schulleiterin der Viktoriaschule im Rahmen einer bewegenden Feierstunde aus dem Schuldienst verabschiedet.

Donnerstag, 03.07.2014, 07:07 Uhr

Mit Standing Ovations, feierlichen Reden, Gesang und einer „warmen Dusche“ wurde Hannelore Heuer gestern als Schulleiterin der Viktoriaschule im Rahmen einer bewegenden Feierstunde aus dem Schuldienst verabschiedet. Neben Heuers Mann Berthold, dem gesamten Kollegium der Viktoriaschule, Vertretern aller Gronauer Schulen sowie der Stadt Gronau freute sich Konrektorin Rahel Förster auch den Schulamtsdirektor Siegfried Werner im Restaurant Driland begrüßen zu können. Werner überbrachte Hannelore Heuer persönlich den Dank des Landes Nordrhein-Westfalen und überreichte die Entlassungsurkunde.

„Sie verlassen heute als Lehrerin und Schulleiterin den Schulstandort Viktoriaschule, den Sie maßgeblich durch Ihr Wirken prägten. Dabei denke ich zum einen an die deutsch-niederländische Partnerschaft, die die Schule seit 1997 pflegt. Zum anderen setzten Sie sich schon vor 30 Jahren für inklusive Arbeit ein und sorgten 2011 dafür, dass sich die Viktoriaschule der Inklusion durch sonderpädagogische Fachkräfte öffnet“, so Siegfried Werner.

Was Hannelore Heuer in ihrer 41-jährigen Amtszeit im Umgang mit Kollegen und Schülern besonders ausgezeichnet habe, sei die Herzlichkeit, mit der sie ihren Schülern und Kollegen begegnete. „Sie hatten stets für jeden ein offenes Ohr und immer alles im Blick. Mit Rahel Förster haben Sie sich selbst um eine Nachfolgerin bemüht, die in Ihre Fußstapfen treten wird. Obwohl diese sehr groß sind, bin ich sicher, dass sie es schaffen wird. Nun können Sie getrost in Ruhestand gehen“, überbrachte der Schulamtsdirektor die besten Wünsche für die Zukunft.

Dieser Laudatio konnte sich die Erste Beigeordnete der Stadt Gronau, Sandra Cichon, nur anschließen: „Als ich nach Gronau kam, war die Viktoriaschule für mich die Schule mit dem gelben Dino. Bei näherem Hinschauen musste ich feststellen, dass sich dahinter eine sehr gut geführte Schule verbarg. Im Namen der Stadt Gronau möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit bedanken.“

Rührende Worte des Dankes für die vielen konstruktiven gemeinsamen Jahre fanden auch Johannes Kitzel (stellvertretend für alle Gronauer Schulen) und Jörn Drost (Vorsitzender des Fördervereins der Viktoriaschule). „Die Viktoriaschule hatte immer einen besonderen Platz in Ihrem Herzen. Jetzt findet sie einen Platz an der Wand“, erklärte Drost bei der Überreichung eines Steintellers mit einem Abbild der Viktoriaschule.

Ob die frisch gebackene Pensionärin indes Zeit findet, diesen oft in Augenschein zu nehmen, bleibt abzuwarten. „Reisen ist unser großes Hobby, dem wir von jetzt an endlich außerhalb der Ferien nachgehen können. So steht eine Wohnmobil-Tour kreuz und quer durch Deutschland ebenso auf dem Programm wie eine Fahrt zum Nordkap. Und wenn dann noch Zeit ist, würden uns Westamerika und Neuseeland noch reizen“, so Hannelore Heuer. Darüber hinaus möchte sie in ihrer Freizeit fortan wieder mehr Sport treiben, lesen und kochen. Was ihr aber jetzt schon fehlen wird, ist gewiss: die Kinder der Viktoriaschule.

Abschließend nutzten ihre Kollegen die Gelegenheit, sich mit dem persönlichen Lied „Jenseits der Schule“ und vielen Gutscheinen von ihrer „Chefin“ zu verabschieden. „Liebe Hanne“, erklärte Christoph Scholle, „du hast dein Womo, du hast deinen Mann Berthold – es wird nicht einfach, aber du schaffst das!“

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