Abschied von der Georgschule
Drei Lehrerinnen sagen dem Berufsleben adieu

Gronau-Epe -

Gleich drei Lehrerinnen wurden jetzt von der Eper Georgschule verabschiedet.

Freitag, 04.07.2014, 13:07 Uhr

Es war ein ereignisreicher Tag, den die drei angehenden Pensionäre der Georgschule gestern (v)erlebten. Nachdem Horst Köster Schulleiterin Ute Altrogge-Keul , Konrektorin Hedwig Borgmeier und Lehrerin Gaby Kappen am frühen Morgen zu Hause abgeholt hatte, chauffierte er sie in seinem grauen Opel Kapitän (Bj. 1948) zur Geogschule. Hier bereiteten ihnen die 243 Spalier stehenden Grundschüler einen überwältigenden Empfang und verabschiedeten sich mit Gesang und Blumensträußen.

Etwas ruhiger, wenn auch nicht weniger herzlich, setzten sich die Feierlichkeiten ab 12 Uhr fort. Dieses Mal hatte sich das Kollegium der Georgschule, Vertreter aller Gronauer Schulen und der Stadt Gronau im Musikraum eingefunden, um sich von ihren langjährigen Weggefährten zu verabschieden.

Ehe es jedoch so weit war, verabschiedete Ute Altrogge-Keul Gaby Kappen ein Jahr vor ihrer Pensionierung in die Altersteilzeit. „Unsere Wege haben sich in den letzten Jahrzehnten mehrfach gekreuzt. Wir wohnten nah beieinander, unsere Kinder gingen in dieselbe Klasse und als ich 2002 an die Georgschule versetzt wurde, warst du auch schon da. Der Kreis schließt sich: Wir haben zusammen an der Hermann-Löns-Schule begonnen und hören jetzt beide an der Georgschule auf.“

Nach einem Vortrag einiger Drittklässler freute sich Susanne Reckels, die die kommissarische Leitung der Georgschule übernehmen wird, Schulamtsdirektor Siegfried Werner begrüßen zu können, der Ute Altrogge-Keul und Hedwig Borgmeier persönlich den Dank des Landes NRW überbrachte und die Entlassungsurkunden überreichte.

„Gemeinsam waren Sie stark, gemeinsam gehen Sie nun in den wohl verdienten Ruhestand: Hedwig Borgmeier als das Urgestein der Georgschule sowie Ute Altrogge-Keul. Still und unaufgeregt haben Sie gemeinsam in den letzten zwölf Jahren im beschaulichen Epe ihre Arbeit verrichtet. Sie waren ein super Team – in guten wie in schlechten Zeiten“, sagte Siegfried Werner.

Einigen Herausforderungen mussten sich die Beiden parallel zur Organisation des Schulalltages stellen: „Ich denke dabei an den Umbau der Georgschule ebenso wie an den Aufbau der OGS. Ihr könnt auf eine erfolgreiche Zeit an dieser Schule zurückblicken. Im Namen der Stadt Gronau möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit bedanken“, erklärte die Erste Beigeordnete der Stadt Gronau, Sandra Cichon. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wohnten Pfarrerin Bettina Tyburski und Pastor Lube der Verabschiedung bei. „Weinend, weil wir uns nur ungern von lieb gewonnenen Menschen trennen. Lachend, da wir euch wünschen, dass die Türen zur Zukunft mit Frohsinn und Heiterkeit geprägt sein sollen“, betonten die beiden Vertreter der Kirchen.

Worte des Dankes fand Johannes Kitzel (stellvertretend für alle Gronauer Schulen) für Ute Altrogge-Keul und Hedwig Borgmeier: „Ohne ein gutes Schulteam funktioniert nichts. Bei euch wusste man immer, was man hat. Mit euren Beiträgen habt ihr unser großes Team bereichert.“

Abschließend nutzte das Kollegium die Gelegenheit den Pensionären mit Präsenten den Abschied zu versüßen. In Erinnerung an die unvergesslichen Lehrerausflüge erhielt Ute Altrogge-Keul einen Strandkorb. Darin kann sie die Seele baumeln lassen oder gemeinsam mit ihrem Deutsch-Drahthaar Biene schöne Stunden verbringen.

Die „Mutter der Georgschule“, Hedwig Borgmeier, die als Konrektorin oft zwischen den Stühlen saß und sich dennoch nicht aus der Ruhe bringen ließ wurde mit einem Bild ihrer Georgschule bedacht.

Wer das Chaos in der Lehrerbücherei in Zukunft lichtet, steht noch in den Sternen. Gaby Kappen kommt dafür nicht mehr in Frage. Sie wird stattdessen am Amrumer Feuerkorb sitzen oder sich um ihre Enkelkinder und den Garten kümmern.

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