Enten nicht füttern - sonst:
Droht Schließung des Drilandsees?

Gronau -

Ob an Dinkel, Dreiländersee, Schieferkuhle oder sonstigen Gewässern – überall gilt: Enten, Schwäne und Gänse sollten von Menschen nicht mit Brot, Brötchen oder sonstigen Lebensmitteln gefüttert werden.

Mittwoch, 16.07.2014, 17:07 Uhr

Dies hat mehrere Gründe: Brot, salzhaltiges und feuchtes Futter sind schädlich für Wasservögel . Die häufige, einseitige und nicht artgerechte Fütterung bewirkt bei den Enten übermäßige Verfettung und Stoffwechselstörungen. Durch überflüssiges und falsches Füttern und falsch verstandene Tierliebe wird außerdem die natürliche Auslese behindert: Überbevölkerung und dadurch bedingte Überdüngung der Gewässer – durch den Kot der Vögel – sind die Folgen.

Insbesondere am Badestrand des Dreiländersees ist häufig zu beobachten, dass Badegäste die Wasservögel mit mitgebrachten Speisen füttern. Dadurch werden Enten und Gänse vermehrt an den Badesee gelockt. Und dort verrichten die Tiere dann auch ihr Geschäft. Dies führt dazu, dass der Badebereich jeden Morgen von Kot befreit und gereinigt werden muss, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Die extreme Fütterung scheint sich in der „Vogelwelt“ bereits herumgesprochen zu haben. Vögel, die eigentlich erst im Winter kommen würden, sind aufgrund der Fütterung durch die Menschen schon jetzt da.

In anderen Städten wird bereits überlegt, Badeseen zu schließen. Soweit will es die Stadtverwaltung aber nicht kommen lassen und fordert alle Besucher – insbesondere des Dreiländersees – daher auf, die Wasservögel nicht mehr zu füttern.

Im Interesse der Tiere sowie im eigenen Interesse sollte man sich einfach mit Naturbeobachtungen begnügen und sich über die (noch) gute Wasserqualität des Dreiländersees freuen.

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