Abgeordneter will Debatte im Umweltausschuss
Bundesregierung soll zu Ölkaverne berichten

Gronau/Berlin -

Der münstersche Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (Linke) hat die Bundesregierung aufgefordert, in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses im September über die aktuelle Entwicklung bezüglich der Ölkaverne in Epe zu berichten.

Dienstag, 19.08.2014, 17:08 Uhr

Auf einer Weide im Amtsvenn trat Mitte April Öl an die Oberfläche. Es dauerte Wochen, bis die genaue Ursache gefunden war.
Auf einer Weide im Amtsvenn trat Mitte April Öl an die Oberfläche. Es dauerte Wochen, bis die genaue Ursache gefunden war. Foto: Wiedau

Der münstersche Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (Linke) hat die Bundesregierung aufgefordert, in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses im September über die aktuelle Entwicklung bezüglich der Ölkaverne in Epe zu berichten und eine Bewertung der Sicherheit der Anlage und zu möglichen Alternativen für die Speicherung strategischer Öl- und Gasreserven vorzulegen.

"Tickende Zeitbombe"

Zdebel: „Mich beunruhigt zutiefst, dass der Betreiber mehr als sechs Wochen gebraucht hat, um das Leck zu finden. So konnten 35 000 Liter Öl an die Oberfläche gelangen und mussten 6282 Kubikmeter Öl-Wasser-Gemisch abgesaugt werden. Die Speicherung von 1,4 Milliarden Kubikmeter Rohöl und 3,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas in untertägigen Salzkavernen ist im Notfall offensichtlich nicht kontrollierbar. Eine solche tickende Zeitbombe kann man den Bewohnerinnen und Bewohner von Gronau-Epe und den angrenzenden Gemeinden nicht zumuten.“

Die Vorschläge der Salzgewinnungsgesellschaft, das Rohrsystem zu sanieren oder ein neues Bohrloch anzubringen, verkennen nach Zdebels Meinung das Risiko von Austritten aus möglichen undichten Stellen an den Kavernenwänden. „Daher fordern wir die Bundesregierung auf, in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses im September über die aktuelle Entwicklung bezüglich der Erdölkaverne in Gronau zu berichten und eine Bewertung der Sicherheit der Anlage vorzulegen. In Naturschutzgebieten hätte ein solcher Kohlenwasserstoffspeicher niemals genehmigt werden dürfen. Die Kavernenspeicherung muss aber auch grundsätzlich in Frage gestellt werden“, so der Bundestagsabgeordnete, der zugleich Mitglied des Umweltausschusses ist.

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