Gutachter und SGW-Geschäftsführer im Fachausschuss
Öl im Amtsvenn: 22 000 Tonnen Boden entsorgt

Gronau -

Rund 22 000 Tonnen ölverschmutzten Bodens sind bislang aus dem Amtsvenn abgefahren worden. Diese Zahl nannte Gutachter Dr. Hans-Peter Jackelen am Dienstagabend in der Sitzung des Umweltausschusses. Das Material werde zu zertifizierten Entsorgungsanlagen transportiert.

Mittwoch, 03.09.2014, 06:09 Uhr

Gutachter und SGW-Geschäftsführer im Fachausschuss : Öl im Amtsvenn: 22 000 Tonnen Boden entsorgt
Das betroffene Gebiet im Amtsvenn ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Klaus Wiedau

Öl ist bei den erfolgten Laserbohrungen nur in der Nähe der bekannten Fundstellen nachgewiesen worden. Mit fünf Tiefenbohrungen wird das Verhalten des Öls im Tonmergel untersucht.

Auf den Äckern, Wiesen und Weiden im Umkreis von etwa einem Kilometer um die Fundstelle wurden Untersuchungen durchgeführt. Dort wurden weder in Boden-, Bodenluft- noch in Drainagewasserproben Hinweise auf Rohöl entdeckt. Die Untersuchungen der landwirtschaftlichen Flächen werden in wenigen Tagen abgeschlossen sein. Dann wird jeder der betroffenen Eigentümer vom Gutachter über das Prüfungsergebnis informiert.

Im Umkreis von einem Kilometern werden wöchentlich (zunächst unbefristet) weiter Grundwasserproben genommen. Auch hier habe es – bei mehreren tausend Proben – keine Hinweise auf eine Belastung durch Rohöl gegeben. Ebenso wenig in den privaten Trink- und Brauchwasserbrunnen, die in einem Umkreis von zwei Kilometern überprüft wurden. Allerdings wurden in einem Brunnen Chlorkohlenwasserstoffe entdeckt, die aber eindeutig nicht von dem Ölschadensfall herrühren. „So etwas findet man eben, wenn man intensive Proben nimmt“, kommentierte Jackelen.

Im Übrigen sei auszuschließen, dass Öl über das Grundwasser ins Trinkwasser gelangen könne. „Es gibt keine hydraulische Verbindung.“

Werden die Ölkavernen wieder in Betrieb genommen? „Nur mit einer Technik, die gewährleistet, dass so etwas nicht noch einmal passiert“, stellte SGW-Geschäftsführer Dr. Manfred Inkmann klar.

Bis Ende 2014 soll ein erster Entwurf für einen Sanierungsplan vorliegen. „Dessen Umsetzung ist aber ein langwieriger Prozess.“ Und die Kosten? „Der größte Teil des Schadens liegt auf SGW-eigenem Gelände“, so Inkmann. Mit dem Landwirt Sundermann werde über den Kauf des betroffenen Hofs gesprochen. „Alle Kosten tragen wir.“ Ein Großteil sei versichert. „An den Steuerzahlern bleibt nichts hängen“, versprach er.

Ölleck-Suche im Amtsvenn

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Ölfund im Eper Amtsvenn gibt weiter Rätsel auf

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