Pro Bürgerschaft/Piraten regt Errichtung eines neuen Gremiums an
Jugendparlament für Gronau?

Gronau -

Bekommt Gronau ein eigenes Jugendparlament? Die Ratsfraktion Pro Bürgerschaft/Piraten hat einen entsprechenden Antrag gestellt, der aber noch in den Fachgremien beraten werden muss.

Freitag, 10.10.2014, 11:10 Uhr

Wahl zum Jugendparlament: In Ochtrup ist das Gremium im vergangenen Jahr eingeführt worden.
Wahl zum Jugendparlament: In Ochtrup ist das Gremium im vergangenen Jahr eingeführt worden. Foto: Katharina Fiegel

In ein Jugendparlament könnten sich Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen wählen lassen. Die Fraktion schlägt vor, dass das Gremium zehn oder elf Sitze umfasst, in die die Schulen je nach Größe eine unterschiedliche Anzahl gewählter Vertreter entsendet.

Das Jugendparlament soll nicht wie ein verkleinerter Jugend-Stadtrat organisiert werden, sondern als jugendliche Interessenvertretung Wünsche und Forderungen in den Rat und Ausschüssen einbringen können und an deren Umsetzung beteiligt werden.

Gronau wäre nicht die erste Kommune mit einer derartigen Jugendvertretung. In anderen Orten, zum Beispiel in Ochtrup , existiert bereits ein solches Gremium, das bereits auf Erfolge verweisen kann. So hatten die Jugendvertreter dort auf das Problem überfüllter Fahrradständer am Ochtruper Bahnhof aufmerksam gemacht und einen entsprechenden Antrag gestellt. Der wurde auch angenommen, weitere Fahrradständer wurden installiert.

Die Fraktion „Pro Bürgerschaft/Piraten“ erhofft sich durch die Einrichtung eines Jugendparlaments eine gesteigerte Motivation der mitwirkenden Jugendlichen am Gemeinwesen und der demokratischen Kultur. Das Gremium, so die Vorstellung der Fraktion, berät und beschließt über Themen, die die Jugend betreffen und unterstützt und berät Rat, Ausschüsse und Verwaltung zu Jugendthemen. Das Parlament soll in jeden Fachausschuss einen Sprecher mit Rede- und Antragsrecht im öffentlichen Teil entsenden können.

Zuvor müssten sich die Vertreter jedoch einer demokratischen Wahl stellen. Dazu wäre die Mitwirkung der Schulen einerseits und die Unterstützung durch die Stadtverwaltung andererseits erforderlich. In den Schulen müsste auf die Wahl hingewiesen werden und zumindest eine Plenumversammlung stattfinden, in der sich die Kandidaten vorstellen. Die Fachlehrer für Politik/Sozialwissenschaften sollten gemeinsam mit der Schulleitung die Kandidaten auf die Wahl einstimmen – und auf die demokratischen Normen und Regeln hinweisen. Kandidaten, die extremistische Positionen vertreten, sollen nicht zur Wahl zugelassen werden.

Die Anzahl der zu entsendenden Schüler müsste sich nach Größe der jeweiligen weiterführenden Schule richten. Durch Trennung der Wahlen in Sek 1 und Sek II soll verhindert werden, dass nur Interessen der Oberstufenschüler Berücksichtigung finden, die sich voraussichtlich besser durchsetzen und organisieren können.

„An die Arbeit des Jugendparlamentes sollte es keine zu strikten formalen Vorgaben geben, um die Jugendlichen in ihrem Handeln nicht zu sehr einzuengen“, heißt es in dem Antrag. Die Jugendlichen können selbst Arbeitsgruppen bilden und zu den Sitzungen freie Räume bei der Stadt erfragen. Eine Legislaturperiode soll zwei Jahre dauern.

Der Antrag wird voraussichtlich im Ausschuss für Schule und Kultur am 18. November beraten.

 

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2798759?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F2577582%2F4848778%2F
Narren trotzen der Naturgewalt
Trotz Sturmböen erhielten die Narren in Otti-Botti eine Starterlaubnis und der Umzug schlängelte sich durch die Narrenhochburg.
Nachrichten-Ticker