Erinnerung an Rudi Steffens
Stolpersteine verhindern Vergessen

Gronau -

42 Stolpersteine sind bislang in Gronau und Epe verlegt worden. Sie alle erinnern an Schicksale von Juden, die von der Nationalsozialisten in Konzentrationslagern umgebracht wurden. Am Dienstag ist der 43. Stolperstein verlegt worden. Er erinnert an Rudi Steffens, der als Widerstandskämpfer und Kommunist im KZ Mauthausen ermordet wurde.

Mittwoch, 10.12.2014, 09:12 Uhr

Auf Initiative von Sahin Aydin ist jetzt an der Michaelstraße 5 ein Stolperstein verlegt worden. Dort war die letzte Adresse des Kommunisten und Widerstandskämpfers Rudi Steffens, der im KZ Mauthausen ermordert wurde.
Auf Initiative von Sahin Aydin ist jetzt an der Michaelstraße 5 ein Stolperstein verlegt worden. Dort war die letzte Adresse des Kommunisten und Widerstandskämpfers Rudi Steffens, der im KZ Mauthausen ermordert wurde. Foto: Erhard Kurlemann

Der Kölner Bildhauer Gunter Demnig verlegte den Stolperstein vor dem ehemaligen Wohnhaus des Gronauers in der Michaelstraße 5. Der Künstler erinnert mit Stolpersteinen an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnsitz Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt.

Die Initiative zum Stolperstein für Steffens war von dem ehemaligen Gronauer Sahin Aydin ausgegangen, der, wie er berichtete, die Schwester des Opfers noch persönlich gekannt hatte.

Rudi Steffens wurde am 18. November 1911 in Essen/Ruhr geboren. Sein Vater war Textilarbeiter und zog mit seiner Familie 1927 nach Gronau . Rudi Steffens wurde genau wie sein Vater Textilarbeiter und Mitglied in der Textilgewerkschaft. Er kämpfte gemeinsam mit ihm und seiner Schwester als KPD-Mitglied aktiv gegen Hitler und den Faschismus. Während seiner späteren Flucht in Holland, Belgien, Spanien und Frankreich kämpfte er weiter gegen den Faschismus. In Südfrankreich wurde Steffens am 15. Oktober 1943 von der Gestapo verhaftet und zunächst für sechs Monate in der Steinwache in Dortmund inhaftiert. Von dort kam er schließlich in das KZ Mauthausen. Dort wurde er am 22. April 1945 ermordet.

Bürgermeisterin Sonja Jürgens sagte am Dienstagnachmittag, jeder Stolperstein erinnere an ein menschliches Schicksal. „Und jeder Stein hilft, die Erinnerung an die unvorstellbaren Ereignisse in der Zeit des Nationalsozialismus wach zu halten.“

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