NRW-Gesundheitspreis
„Das Projekt geht erfolgreich einen völlig neuen Weg“

Gronau/Düsseldorf -

Für Eileen Köning war Donnerstag ein aufregender Tag: Die Gronauerin nahm aus den Händen von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens für die gesamte Diakonische Stiftung Wittekindshof den mit 5000 Euro dotierten NRW-Gesundheitspreis in Empfang.

Freitag, 16.01.2015, 07:01 Uhr

Für Eileen Köning war Donnerstag ein aufregender Tag: Die Gronauerin nahm aus den Händen von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens für die gesamte Diakonische Stiftung Wittekindshof den mit 5000 Euro dotierten NRW-Gesundheitspreis in Empfang. Von Anfang an ist die junge Gronauerin Mitglied der ersten Wittekindshofer Adipositas Selbsthilfegruppe, die sich seit über drei Jahren regelmäßig im Wittekindshofer Kontakt- und Informationszentrum (KIZ) trifft. Die Gruppenmitglieder überlegen gemeinsam, wie man noch gesünder leben, weniger und vor allem Gesundes essen und mehr Bewegung in den Alltag integrieren kann. Unterstützung bekommen sie dabei von Diplom Psychologin Hella van Loh und Erzieher Dietmar Schaaf , der Eileen Köning auch in den Landtag nach Düsseldorf begleitet hat.

Insgesamt wurden am Donnerstag in der Landeshauptstadt vier beispielhafte Projekte zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Menschen mit Behinderungen prämiert. Das Wittekindshof-Projekt „Adipositas bei Menschen mit Intelligenzminderung – Prävention und Intervention“ belegte dabei den ersten Platz.

„Die Projekte tragen vorbildlich dazu bei, die Versorgung von Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen zu verbessern und ihnen Selbstständigkeit zu ermöglichen, einschließlich der Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen“, erklärte Ministerin Steffens bei der Preisübergabe. „Die Projekte zeigen, wie durch Kreativität und Engagement ein vorurteilsfreier Umgang mit behinderten Menschen im Gesundheitssystem gelingen kann.“

Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen erleben zunehmend die besonderen Herausforderungen bei der Versorgung von Menschen mit Behinderungen. „Gerade Menschen, die ihre Bedürfnisse nur schwer oder unzureichend artikulieren können, verlangen unsere besondere Aufmerksamkeit“, erklärte Steffens.

Die Vorauswahl der Preisträger traf eine Jury der Landesgesundheitskonferenz, in der alle wesentlichen gesundheitspolitischen Institutionen des Landes vertreten sind. Die endgültige Entscheidung lag bei Gesundheitsministerin Steffens. Insgesamt hatten sich 55 Institutionen mit 62 Projekten beworben.

Den 2. Preis (3000 Euro) erhielt das Projekt „Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Behinderungen im Krankenhaus im Kreis Warendorf“, St. Franziskus-Stiftung Münster. Der 3. Preis (2000 Euro) ging an das Projekt „Netzwerk psychische Gesundheit – Integrierte Versorgung psychisch kranker Menschen der Gesellschaft für psychische Gesundheit in NRW “, Solingen, und an das Projekt „Menschen mit Behinderungen im Krankenhaus – Studierende im Studiengang Pflege als Multiplikatoren für die zukünftige Versorgung der Mathias-Hochschule Rheine“.

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