Orgelprojekt der Ev. Stadtkirche:
106 000 Euro Plus

Gronau -

Um mehr als 100 000 Euro ist das Spendenkonto für das Orgelprojekt der Ev. Stadtkirche Gronau im vergangenen Jahr gewachsen. Kein Grund für Kantor Dr. Tamás Szőcs, die Hände in den Schoß zu legen.

Dienstag, 20.01.2015, 07:01 Uhr

Um mehr als 100 000 Euro ist das Spendenkonto für das Orgelprojekt der Ev. Stadtkirche Gronau im vergangenen Jahr gewachsen. Kein Grund für Kantor Dr. Tamás Szőcs , die Hände in den Schoß zu legen. Als Kreiskantor des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt – Coesfeld – Borken hat er allen Gemeinden in seinem Wirkungskreis angeboten, im Jahr 2015 Orgelkonzerte und geistliche Abendmusiken zu organisieren und durchzuführen. 14 Konzerttermine im Kirchenkreis stehen fest, weitere sind in Planung. Der Erlös der Kollekten bei diesen Konzerten kommt dem Orgelprojekt der Ev. Stadtkirche in Gronau zugute.

Für die Gestaltung der Veranstaltungen bindet Kantor Dr. Szőcs Gesangs- und Instrumentalsolisten ein. So wird beispielsweise das März-Konzert in Ochtrup vom Gronauer Vokalensemble mitgestaltet.

Das Auftaktkonzert hat am Sonntag in der Friedenskirche Altenberge stattgefunden. Szőcs musizierte mit dem Violonisten Karl Sousa Werke von Bach, Händel, Vivaldi und Reger. Die Kollekte am Ausgang ergab rund 300 Euro, damit wird sicherlich ein stattliche Orgelpfeife mit der Tonhöhe A (wie Altenberge) finanziert. Für den nächsten Ton B geht es nächsten Sonntag nach Borken, wo die nächste geistliche Abendmusik für Orgel und Gesang unter Mitwirkung der Sopranistin Daniela Bosenius stattfindet.

„2014 war in Gronau ein Jahr mit vielen musikalisch besonders gestalteten Gottesdiensten, ein Jahr voller gelungener Konzerte, mit aus meiner Sicht guter Zusammenarbeit zwischen Kantor und den musikalischen Gruppen der Gemeinde und des Kirchenkreises; ein Jahr voller Projekte und Veranstaltungen“, resümiert Szőcs. Bei 20 Konzerten und Geistlichen Musiken war er organisatorisch und musikalisch beteiligt. Zudem betreute er 20 „Fremdkonzerte“.

„Was das Orgelprojekt betrifft, haben wir trotz mancher widriger Umstände im Jahr 2014 erfreuliche Erfahrungen gemacht“, so Szőcs. „So sind der Gemeinde und unseren Projekten mehr Menschen aufgeschlossen und wohlgesonnen, als das in dem sonntäglichen Gottesdienstbesuch vielleicht zum Ausdruck kommt. 2014 haben sich – wie in den Jahren zuvor auch – an vielen Stellen Synergien zwischen meinen beiden Stellen (Gemeinde und Kreiskantorat) ergeben, von denen sowohl der Kirchenkreis als auch das Gronauer Orgelprojekt profitiert haben.“

In vielen Gesprächen sei deutlich geworden, dass vor allem die Menschen spenden, die im Leben bereits Großzügigkeit erfahren haben und sich von Gott, von der Kirche, von der Musik oder vom Leben beschenkt fühlen. „Jetzt geben sie einen Teil dieser Dankbarkeit in Form einer Spende an das Orgelprojekt.“

Szőcs ist den vielen Ehrenamtlichen dankbar, die enormen Einsatz bei Konzerten, beim Weinverkauf und auf dem Weihnachtsmarkt geleistet hätten.

Auch ideell (Stichwort Orgelkonferenz) wie finanziell ist der Orgelbauverein maßgeblich vorangekommen. Projekte und Benefizveranstaltungen wie Konzerte, Bingo, Gemeindefest Epe, Schlagerchor, Kalender, Kollekten, Aufruf zu Anlassspenden wurden durchgeführt. Mit dem Kulturbüro, dem Touristikservice und dem Rock‘n‘Pop-Museum (Jazzfest, Schlagerchor, Weihnachten) verbindet ihn gute Kooperationen.

Der Spenderstamm (überwiegend Mehrfachspender) hat die Zahl von 750 Personen überstiegen. „Wir haben das Interesse und die große Solidarität vieler katholischer Schwestern und Brüder, Institutionen und Firmen, Gemeinden aus dem Kirchenkreis und Menschen von auswärts erlebt.“

Für diese Entwicklung haben die Hauptakteure (überwiegend der Vereinsvorstand) etliche hundert ehrenamtliche Stunden investiert. „Die gedankliche Beschäftigung mit dem Orgelprojekt ist noch höher und kaum messbar.“

Die Spendenkurve zeigte nach oben: Auf den Konten des Orgelbauvereines und der Kirchengemeinde/ „Orgelprojekt“ wurde das Jahr 2014 mit der Gesamtsumme von 256 680 Euro abgeschlossen, ein Sprung von 106 303 Euro gegenüber dem Jahresabschluss 2013. Diese beachtliche Summe beinhaltet den Verkaufserlös von 40 000 Euro für die alte Orgel.

Die 106 000 Euro beinhalten zudem noch nicht folgende Summen, die 2014 erarbeitet oder erwirtschaftet wurden, aber erst 2015 oder später gutgeschrieben werden: 2000 Euro vom Benefizkonzert (April 2014) mit dem Posaunenchor der Erlöserkirche; etwa 1500 Euro Einnahmen aus zwölf Kollekten aus den Bezirken der Ev. Kirchengemeinde Gronau; den Erlös aus dem Kalenderverkauf sowie etwa 2000 Euro Zinsen auf die beim Kirchenkreis geparkten Orgelrücklagen.

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