Druckabfall vor einem Jahr war Vorbote für den Ölaustritt
Experten diskutierten geologisches Modell

Gronau-Epe -

Am Montag (23. Februar) ist es genau ein Jahr her, dass ein Druckabfall in der Kaverne S 5 als Vorbote des späteren Ölaustritts am 12. April registriert wurde. Tausende von Testergebnissen, Analysen und Messungen wurden seitdem gesammelt und zu einem Puzzle zusammengesetzt. Dieses Puzzle – Fachleute nennen es „geologisches Modell“ – wurde am Freitag im Rahmen eines Expertengesprächs diskutiert.

Samstag, 21.02.2015, 09:02 Uhr

Still ruht die S 5: Ein Jahr nach dem ersten Druckabfall ist die unterirdisch leckgeschlagene Verrohrung noch immer nicht repariert. Am Freitag trafen sich Experten, um über das geologische Modell zu diskutieren.
Still ruht die S 5: Ein Jahr nach dem ersten Druckabfall ist die unterirdisch leckgeschlagene Verrohrung noch immer nicht repariert. Am Freitag trafen sich Experten, um über das geologische Modell zu diskutieren. Foto: Klaus Wiedau

Teilnehmer an der Runde, die bei der Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen stattfand, waren rund 20 Experten, die Leitung lag bei der Bergbehörde.

„Ziel der sehr ausführlichen Gespräche – es ist dafür fast der ganze Tag eingeplant – ist ein zwischen den Fachleuten abgestimmtes geologisches Modell über die Schadensstelle an der Bohrlochverrohrung zur Ölkaverne in 217 Metern Tiefe und den Ausbreitungsweg des Öls an die Tagesoberfläche“, teilte Andreas Nörthen , Pressesprecher der Abteilung Bergbau der Bezirksregierung Arnsberg auf Anfrage der WN mit. Auf der Basis des geologischen Modells wird auch das Sanierungskonzept für den Untergrund festgelegt, das anschließend ein Genehmigungsverfahren bei der Bergbehörde durchläuft.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3090449?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F4848763%2F4848774%2F
Nachrichten-Ticker