Kultur kennt keine Grenzen
Waldzauber und Feuervogel

Gronau -

Kultur kennt keine Grenzen. Das gilt erst recht für die Euregio, in der die grenzübergreifende, kulturelle Zusammenarbeit am 21. Juni mit der großen Musical-Aufführung „Der Feuervogel“ im Schlosspark Raesfeld feiert.

Montag, 02.03.2015, 08:03 Uhr

Erika Reichert-Maja (r.), Sabrina Damen-Heesen (Lehrerin am Gerrit Komrij College Winterswijk),
Erika Reichert-Maja (r.), Sabrina Damen-Heesen (Lehrerin am Gerrit Komrij College Winterswijk), Foto: Angelika Hoof

Kultur kennt keine Grenzen. Das gilt erst recht für die Euregio, in der die grenzübergreifende, kulturelle Zusammenarbeit am 21. Juni mit der großen Musical-Aufführung „Der Feuervogel “ im Schlosspark Raesfeld feiert. Mehr als 100 junge Akteure aus deutschen und niederländischen Schulen der Euregio werden die Besucher in ihren Bann ziehen und ein grandioses und farbenprächtiges Schauspiel darbieten. „Ohne das Engagement und die finanzielle Unterstützung von Sponsoren und der Euregio wäre solch ein grenzübergreifendes Kinderkulturprojekt jedoch gar nicht möglich“, betont Erika Reichert-Maja, die für die Organisation hauptverantwortlich zeichnet.

Die Rekenerin ist aber in Gronau keine Unbekannte. Der Grundstein für die Zusammenarbeit wurde schon vor mehr als zehn Jahren gelegt, nämlich im Sommer 2003 bei der Landesgartenschau Gronau/Losser. Damals konnte die frisch pensionierte Grundschulleiterin als Organisatorin des Märchenwaldes sowie zahlreicher Kinderveranstaltungen gewonnen werden, die den Europagedanken zum Inhalt hatten und Tausende Kinder begeisterten.

Neben ihrer Arbeit als Autorin zeichnet sie seit 2004 als Projektleiterin für den „ Waldzauber “ Tiergarten im Schloss Raesfeld verantwortlich, in dem jedes Jahr eine neue Märchenlandschaft zu den Kinderfestivals von Tausenden von Kindern aus den Kreisen Borken, Recklinghausen und den Niederlanden gestaltet wird.

Quasi als Produkt aus der engen Kooperation mit Sabrina Damen-Heesen vom Gerrit Komrij College in Winterswijk und Reicherts Faible für die Werke der Annette von Droste-Hülshoff machte die Rekenerin im Oktober 2014 mit einem weiteren grenzübergreifenden Schul-Projekt auf sich aufmerksam, der Herausgabe des Buches „Annette von Droste-Hülshoff und die Kinder – Damals und heute“.

„Kinder haben Annette von Droste-Hülshoff immer wieder fasziniert und inspiriert. Viele jüngere Menschen aus dem Münsterland haben heutzutage jedoch nur noch selten Zugang zu den Werken und dem Leben der Dichterin. Und das, obwohl sie Ende des 18. Jahrhunderts auf Burg Hülshoff bei Münster geboren wurde“, so Erika Reichert-Maja. Zu den bekanntesten Droste-Werken zählt zweifelsohne das in 16 Sprachen übersetzte Gedicht „Der Knabe im Moor“. Einen Tag lang begleiteten Naturführer Frans ter Borgs und Professor Winfried Woesler, der das Buch zusammen mit Erika Reichert verfasste, Schüler des Gymnasiums Remigianum Borken, des Gerrit Komrij College Winterswijk und Austauschschüler des Rotary Club ins Korenburger Veen. Hier erlebten die Schüler die Nöte und Ängste des Jungen im Moor kennen, blieben selbst tatsächlich im Schlamm stecken, aus dem sie nur mit Hilfe anderer befreit werden konnten. „Was die Kinder dabei spürten und erlebten, wurde von ihnen in Fotografien und Bildern festgehalten und in diesem Buch veröffentlicht“, erläutert Erika Reichert-Maja den Inhalt ihres Werkes und weiß zugleich: „Wer die Droste einmal kennenlernt, den lässt sie nicht mehr los.“

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