Pater Beda
Hunderte nahmen Abschied

Gronau/Bardel -

Hunderte Menschen haben am Samstag im Kloster Bardel Abschied von Pater Beda genommen. Mit einem Trauergottesdienst und der anschließenden Beerdigung gaben sie dem verstorbenen Franziskaner das letzte Geleit. Der Osnabrücker Domkapitular Alfons Strodt überbrachte einen Brief von Bischof Franz-Josef Bode. Darin heißt es: „Gott hat Pater Beda zu seinem Werkzeug gemacht, zu einem Werkzeug des Friedens und der Liebe“.

Montag, 24.08.2015, 08:08 Uhr

In der Klosterkirche nahmen Hunderte Wegbegleiter Abschied von Pater Beda.
In der Klosterkirche nahmen Hunderte Wegbegleiter Abschied von Pater Beda. Foto: Werner Westdörp

Pater Wilhelm Ruhe verdeutlichte: „Beda ist den Idealen des Heiligen Franziskus sehr nahe gekommen. Er fühlte sich wohl an der Seite der Armen und Verlierer. Zugleich hat er den Menschen Lebensmut und Freude geschenkt,“

Der Geschäftsführer des „Aktionskreises für Entwicklungsarbeit“, Udo Lohoff , berichtete von „unzähligen Beileidsbekundungen“ aus Brasilien . Für die Menschen im Nordosten des größten lateinamerikanischen Landes sei Beda ein „großer Freund und Fürsprecher“ gewesen. Kurz vor seinem Tod soll er noch den Wunsch geäußert haben, „dass alle Menschen einen vollen Teller haben“.

2012 hatte Pater Beda den Vorsitz des Aktionskreises aus Altersgründen niedergelegt. Sein Nachfolger ist seitdem Bernward Wigger aus Gronau. Er nannte am Samstag zwei Schwerpunkte des Vereins: das Netzwerk „SoliVida“ mit 26 Hilfsprojekten in Brasilien und die Erlangung des offiziellen Spendensiegels beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Ausdrücklich erklärte Wigger: „Die Menschen in Brasilien rechnen mit uns. Pater Beda lebt durch uns weiter“.

Das Kloster Bardel gehört zur nordostbrasilianischen Provinz des Franziskanerordens. Deren Leiter, Pater Beto Breis (Recife), schickte einen Brief anlässlich der Trauerfeier. Darin schreibt er: „Pater Beda war im wahrsten Sinne des Wortes ein glühender und unermüdlicher Eiferer seiner Mission, in welcher er sich so für Brasilien und seine Armen begeistern konnte. Er verwirklichte sich durch und durch als Bruder und Diener. Während seiner 80 Lebensjahre, fast 60 von als Ordensmann, legte er ununterbrochen und mit größter Treue Zeugnis ab für unsere franziskanische Identität und unser Charisma“.

Während des Trauergottesdienstes stand der Sarg mit dem Leichnam Pater Bedas im Chorraum der Klosterkirche. Nach der Messe wurde er eingesegnet und zum nahe gelegenen Klosterfriedhof gebracht. Dort fand die eigentliche Beisetzung statt.

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