Vertreter aus Region zu Gast
MST setzt auf Kooperation

Enschede -

Durchweg beeindruckt von der Architektur des neuen Klinikgebäudes in Enschede zeigten sich die 30 Vertreter deutscher Institutionen, die Bas Leerink, Direktor der Enscheder Klinik MST, des Medisch Spectrums Twente, am Donnerstag begrüßte.

Samstag, 12.09.2015, 16:09 Uhr

Interessierte Zuhörer: Der Enscheder Klinikdirektor Bas Leerink (erste Reihe, Mitte)
Interessierte Zuhörer: Der Enscheder Klinikdirektor Bas Leerink (erste Reihe, Mitte) Foto: Norbert Diekmann

Durchweg beeindruckt von der Architektur des neuen Klinikgebäudes in Enschede zeigten sich die 30 Vertreter deutscher Institutionen, die Bas Leerink, Direktor der Enscheder Klinik MST, des Medisch Spectrums Twente, am Donnerstag begrüßte. Neben einer Vertretung der Universitätsklinik Münster waren Abordnungen der Hospitäler in Nordhorn, Rheine, Gronau und Borken der Einladung gefolgt; außerdem machten sich Fachleute aus dem Bereich des Rettungsdienstes mit dem neuen Klinikgebäude vertraut.

Leering verdeutlichte, dass er sich für die Zukunft eine noch intensivere Zusammenarbeit über die Grenze hinweg zum Wohle der Patienten wünsche. In einen kurzen Vortrag stellte Ralph de Wit das neue Haus vor: Notaufnahme, Akutmedizin, die dritte Etage mit den Operationsräumen sowie den speziellen OPs für Herzoperationen und die den Operationsräumen räumlich zugeordneten Patientenzimmern. Darüber dann drei Etagen mit Patientenzimmern, die alle als Einbettzimmer angelegt sind. „Rooming in“, also die „Mitaufnahme“ von Familienangehörigen, werde aber künftig mehr als bisher möglich sein. Durch weitere Vernetzung sollen Effektivitätssteigerungen erreicht werden. „Der Patient soll nicht mehr mehrmals am Tag dieselben Fragen beantworten müssen“, so de Wit.

In seinem Vortrag sprach de Wit die schon praktizierte grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Unfallchirurgie an. Er erwähnte auch die erfolgreiche Kooperation mit dem St.-Antonius-Hospital und den Hausärzten aus Gronau: In der Enscheder Mutter-Kind-Abteilung können Kinder und Jugendliche aus Gronau in akuten Fällen wohnortnah behandelt werden. Mit Nordhorn arbeitet die Enscheder Klinik bei der Schlaganfall-Therapie zusammen. De Wit, der auch als medizinischer Leiter des Netzwerks „Acute Zorg Euregio“ tätig ist, machte deutlich, dass er eine verstärkte Zusammenarbeit mit der deutsche Seite anstrebe. Die in den 90er-Jahren gegründete „Acute Zorg Euregio“ ist ein Netzwerk von Organisationen, das die Notfallversorgung auf der niederländischen Seite der Euregio koordiniert. In dem Netzwerk arbeiten Hospitäler, ambulante Dienste, Hausärzte und den anderen Partnern der „Versorgungskette“ zusammen. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass jeder Patient, der eine notfallmedizinische Versorgung benötigt, schnellstmöglich am richtigen Ort die richtige Behandlung erhält – unabhängig davon, ob es sich um einen einzelnen Patienten handelt oder um mehrere Patienten im Katastrophenfall. „Wenn wir auf unsere Karte schauen, sehen wir einen halben Kreis“, so de Wit, der gerade im Bereich der Unfall-Therapie noch viele Möglichkeiten sieht, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auszubauen.

Wie am Rande der Veranstaltung zu erfahren war, ist die Zusammenarbeit des MST in Enschede mit dem Antonius-Hospital und den Ärzten in Gronau hinsichtlich der Patienten im Kinderalter besser angenommen worden, als zu Beginn des Jahres erwartet. Hatte man Anfang 2015 für das Jahr mit rund 70 jungen Patienten gerechnet, so scheint jetzt für das ganze Jahr eine Zahl von über 100 realistisch zu sein.

Beim Rundgang durch das Gebäude konnten die Fachleute aus der Region anschließend die vielen medizintechnischen Details und das moderne Pflegekonzept des neuen Klinikums der Nachbarstadt genau unter die Lupe nehmen.

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