Heimatverein Gronau zu Gast in Altenberge
Eiskeller und Ackerbürgerhaus

Gronau -

Die Fahrt war als „Besuch bei Heimatfreunden in Altenberge“ angekündigt – daraus wurde aber ein aufwendiges Besichtigungsprogramm. Es begann mit der Führung durch den Eiskeller, der 1860 am Berghang Borndal für die Brauerei Beuing errichtet worden war. In den Kelleranlagen, die sich über mehrere Stockwerke erstrecken, lagerte Eis, das zur Kühlung diente und das untergärige Fassbier zur Gärung und Reife brachte. Das Eis wurde im Winter von in der Natur angelegten Flächen gewonnen.

Dienstag, 22.09.2015, 13:09 Uhr

Die Altenberge-Fahrer des Heimatvereins Gronau erlebten bei den Heimatfreunden dort ein abwechslungsreiches Programm.
Die Altenberge-Fahrer des Heimatvereins Gronau erlebten bei den Heimatfreunden dort ein abwechslungsreiches Programm. Foto: Günter Vaartjes

Zwischen Oktober und April beziehen seltene Fledermausarten in den Räumen ihr Winterquartier. Die historische Eiskelleranlage ist weitgehend unbeschadet geblieben und gilt als einzigartige Anlage im deutschsprachigen Raum.

Die Aufgaben der beiden Heimatvereine stellten der Gronauer und der gastgebende Vorsitzende im „Heimathues Kittken“ vor. Dieses Ackerbürgerhaus hat der Heimatverein Altenberge 1994 von der Gemeinde gepachtet. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein eingeschossiges Wohnhaus, das um 1880 in Fachwerk- und Backsteinausführung errichtet worden war. Die Inneneinrichtung vermittelt einen wohnlich-gemütlichen Eindruck. Später kam zum Haus ein kleiner massiver Anbau hinzu, der bis 1945 als Arrestlokal diente.

Zu dem Gebäudeensemble gehören ein Kaornspieker, ein Backhues und ein Buern­gaorn. Der Kornspeicher von 1810 stammt aus der Bauernschaft Hohenhorst und wurde 2002 wieder aufgebaut. Im unteren Bereich gibt es ein offizielles Trauzimmer, das von den einheimischen Bürgern gern genutzt wird. Das Obergeschoss beherbergt eine Ausstellung mit religiösen und weltlichen Exponaten sowie mit altem Werkzeug und landwirtschaftlichen Geräten

Das Backhaus wurde vom Hof Elbert in Hohenhorst erworben. Ursprünglich stammt das Fachwerkhaus aus dem Jahr 1898. In Verbindung mit der Errichtung des Kornspeichers reifte auch der Plan für einen Bauerngarten. Mit Unterstützung des Kreislehrgartens in Burgsteinfurt wurde das Vorhaben in die Tat umgesetzt. Der Blumen- und Nutzgarten vervollständigt das historische Gelände.

Bei der Dorfführung erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über die Geschichte des Ortes, der urkundlich erstmals 1181 erwähnt wurde. Bronzefiguren auf dem Marktplatz stellen Menschen des örtlichen Handwerks dar. Neben Kirchen und Ackerbürgerhäusern hatte das Ammenhaus eine besondere Bedeutung. So wurde hier Annette von Droste-Hülshoff in den ersten Lebensjahren versorgt.

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