Kunstrasenplatz für Vorwärts Epe
Projekt „Aus Rot mach Grün“

Gronau-Epe -

Welcher Verein kennt das nicht? Man hat Visionen, macht Pläne, stellt Anträge und irgendwann, wenn viele Hürden genommen sind, stellt sich die leidige, aber unvermeidliche Finanzierungsfrage. So auch beim Kunstrasenplatz am Wolbertshof.

Mittwoch, 23.09.2015, 11:09 Uhr

Im Fall von Vorwärts Epe übernimmt die Stadt Gronau einen Großteil der Investitionskosten. Allerdings muss auch der Verein bis zu 100 000 Euro Eigenleistung beisteuern.

Was tun? Ein langfristiges Darlehen kam nicht in Frage. Der nächste Reflex ist eine Beitragserhöhung und das Abklappern von Sponsoren. Hans van Schelve erklärt dazu: „Beitragserhöhungen oder einmalige Umlagen unter den Mitgliedern haben wir zwar intern diskutiert, aber ziemlich schnell verworfen. Wir wollten etwas Neues, etwas Alternatives. Jedes Mitglied, jeder Freund und Gönner unseres Vereins sollte im Rahmen seines Leistungsvermögens einen freiwilligen Beitrag liefern können.“

Da kam die Idee der Parzellenpatenschaft gerade recht. Angelehnt ist die Idee an das neudeutsche Wort „Crowdfunding“. Dabei geht es im ursprünglichen Sinne um Beteiligungsdarlehens oder um stille Beteiligungen an Projekten oder neuen Geschäftsideen. Die Geldgeber sind eine Vielzahl von Personen – in aller Regel Internetnutzer, da zum „Crowdfunding“ meist im Internet aufgerufen wird.

Vorwärts Epe kann natürlich keine stille Beteiligung bieten. Hier geht es um die emotionale Bindung des Geldgebers an den Verein und um die Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements.

Herzstück der Parzellenpatenschaft ist der Parzellenverkauf im Internet. Durch einfache Klicks kann sich jeder Interessierte ab 25 Euro eine Patenschaft – ein virtuelles Stück von Vorwärts Epe – sichern. Ein dreidimensionales rotes Spielfeld wird durch die Patenschaften schrittweise grün: Kleine und manchmal auch größere Schritte vom Aschenplatz zum Kunstrasenplatz oder „Aus Rot mach Grün“. Flankiert wird die Internetpräsenz durch Flyer, persönliche Gespräche und durch soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter .

Dazu 1. Vorsitzender Thomas Buß: „Wir versprechen uns sehr viel von dieser Aktion. Die neuen Medien stehen zur Verfügung und wir wollen sie intensiv nutzen. Für uns sind sie nicht nur einseitige Informationsquellen sondern interaktive Plattformen, die wir in diesem Fall für das Patenschaftsprojekt einsetzen. Die Bindung an unserem Verein wird dadurch erhöht.“

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