Frauen-Powerday beschäftigte sich mit Lebenswelten von Frauen
Das Leben mit Bewegung füllen

Gronau -

Abschalten vom Alltagsstress, den eigenen Akku wieder einmal aufladen und ins Gleichgewicht kommen – das ist das Ziel vieler Menschen. Mehr als 80 Frauen nutzten am Samstag dazu den von der Kooperationsgemeinschaft aus Kneipp-Verein, Gleichstellungsstelle der Stadt Gronau, Volksbank Gronau-Ahaus, IKK classic, Antonius-Apotheke, Westfälische Nachrichten und Landesverband NRW initiierten 16. Frauen-Power-Day zum Thema „Lebenswelten von Frauen“.

Montag, 26.10.2015, 10:10 Uhr

Bewegung  (Foto oben) und Information (Foto unten) standen im Mittelpunkt des Frauen-Powerdays am Samstag.
Bewegung  (Foto oben) und Information (Foto unten) standen im Mittelpunkt des Frauen-Powerdays am Samstag. Foto: Angelika Hoof

„Trotz Emanzipation und Gleichberechtigung können wir nicht leugnen, dass sich die Wahrnehmungen und die Bedürfnisse von Frauen in punkto Gesundheit und Bewegung allein auf Grund der körperlichen Voraussetzungen von denen der Männer unterscheidet. Kann jedoch irgendein Lebensumstand schädlicher auf die Gesundheit wirken als die Lebensweise unserer Tage?“, wollte die Geschäftsstellenleiterin des Kneipp-Bund-Landesverbands NRW , Sarah Succow wissen. „Die fieberhafte Hast und das Drängen aller im Kampf um Erwerb und die sichere Existenz gefährden unsere Gesundheit. Es muss ein Gleichgewicht hergestellt werden zwischen unserer Lebensweise und dem Verbrauch an Nervenkraft“, mahnte Succow. Eine Möglichkeit wäre, dass Frauen ihr Leben mit Bewegung und Sport füllen und so den Prozess des Älterwerdens begleiten, um möglichst lange aktiv und gesund zu bleiben.

„In der Tat ist das Gesundheitsverständnis von Frauen komplexer und individueller geworden. Erlebnis- und Wohlfühlfaktoren spielen dabei eine besondere Rolle“, bekräftigte der Vorsitzende des Kneipp-Vereins Gronau , Bernd Ahlers . „Mit den mehr als 100 Angeboten möchte der Kneipp-Verein die Frauen generationsübergreifend erreichen und ihnen Spaß, Fitness sowie soziales Miteinander bieten“, so Ahlers, der auch die stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Tegetmeier-Kleine willkommen hieß. „Bislang habe ich mit dem Namen Kneipp nur kalte Wassergüsse und warme Kräutertees verbunden. Das heutige Angebots-Spektrum weicht davon gänzlich ab. Nutzen auch Sie die Gelegenheit und seien Sie offen für das Neue, das Ihnen der heutige Tag bringt“, so Birgit Tegetmeier-Kleine.

Nach dem Warm-Up von Präventionsübungsleiterin Mechthild Büscher wurde die Talk-Runde mit Moderatorin Edith Brefeld eröffnet. Als Gesprächspartner standen ihr Lena Baumann, Gaby Könemann sowie Marita Bokel Rede und Antwort. Lena Baumann von den Sportschützen Epe wurde in den letzten Jahren in Gronau schon drei Mal zur Sportlerin des Jahres gewählt und spielt seit 16 Jahren Handball bei Vorwärts Gronau. Für die 19-Jährige ist klar: „Ich persönlich kann mir ein Leben ohne Sport gar nicht vorstellen.“ Auch Gabi Könemann ist seit Jahrzehnten als Übungsleiterin beim TV Westfalia Epe und als Geschäftsführerin beim Stadtsportverband Gronau tätig. Daher weiß sie aus Erfahrung: „Sportvereine können nur existieren, wenn genug Menschen aktiv Sport treiben und es Leute gibt, die sich ehrenamtlich für den Sport engagieren.“

Mit ihren 66 Jahren hält sich Marita Bokel regelmäßig fit. „Natürlich betreibe ich keinen Leistungssport, gehe aber regelmäßig schwimmen. Der Sport hat mich mehr als die Hälfte meines Lebens begleitet, denn der Mix aus Bewegung und gemeinschaftlichem Miteinander ist etwas, was ich nicht missen möchte“, so Marita Bokel. Gerade weil die drei Gronauerinnen verschiedenen Altersgruppen angehören, bleibt festzuhalten: Sport kennt keine Altersgrenzen.

Im Anschluss daran hatten die Besucher die Möglichkeit, sich selbst aktiv sportlich zu betätigen und in zwei der sieben Work-Shops hineinzuschnuppern, die von „Power-Yoga“ und „Fit & Fetzig – das gewisse Etwas für die Tiefenmuskulatur“ über „Pilates“, „Massage-Ideen“, „Japanisches Heilströmen“ und „Singen macht Spaß – Singen tut gut“

  Foto: Angelika Hoof

bis hin zu dem Vortrag über„Säure-Basen-Balance“ reichten. Für den musikalischen Ausklang sorgte der Chor „Cross Over“.

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