Nikolaus Schneider eröffnet Vortragsreihe zum Thema „Freiheit und Verantwortung
„Die Schäfchen im Trockenen“

Gronau -

„Freiheit und Verantwortung“ sind für Nikolaus Schneider zentrale Begriffe des christlichen Glaubens: Verantwortung den Mitmenschen gegenüber, Freiheit dank Gottes Zusage an uns. Nicht erst seit seinem Rücktritt vom Amt des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wegen einer Krebserkrankung seiner Ehefrau im Herbst 2014 bewegen den Theologen diese Begrifflichkeiten.

Mittwoch, 28.10.2015, 10:10 Uhr

Der ehemalige Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, eröffnet am 9. November eine fünfteilige Vortragsreihe in der Ev. Stadtkirche.
Der ehemalige Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, eröffnet am 9. November eine fünfteilige Vortragsreihe in der Ev. Stadtkirche. Foto: Klaus Wiedau

Über das Verhältnis von „Freiheit und Verantwortung“ spricht der gebürtige Duisburger am 9. November (Montag) um 19.30 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche . Damit eröffnet der ehemalige Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland eine fünfteilige Vortragsreihe rund um die reformatorischen Kernbegriffe „Freiheit und Verantwortung“. Die Reihe in der Gronauer Stadtkirche ist Teil eines Sanierungsprojektes des 1897 eingeweihten Kirchenbaus.

„In den kommenden beiden Jahren dominieren Baugerüste und Gewerke, Klinker und Mörtel das Bild der Evangelischen Stadtkirche“, meint Kirchenrat Rolf Krebs . „Die Kirchengemeinde möchte daher mit einer Vortragsreihe ganz bewusst die Inhalte und Botschaften betonen, die von dem neugotischen Bau ausgehen“, so der einstige Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Gronau weiter. Fünf prominente Rednerinnen und Redner beleuchten in den kommenden zwölf Monaten die reformatorische Kernbotschaft von Freiheit und Verantwortung. „Von der Kirche über die Politik bis hin zu Sport und Wirtschaft lassen wir unterschiedliche, prominente Gäste zu Wort kommen“, erklärt Gemeindepfarrer Uwe Riese.

Der 68-jährige Nikolaus Schneider berichtet am ersten Abend von einem sehr persönlichen Blick auf Freiheit und Verantwortung. Musikalisch begleiten Kreiskantor Dr. Tamás Szőcs am Klavier sowie Karl Sousa an der Violine den Vortragsabend. Der Eintritt ist frei. Zugleich bildet der Abend in der Stadtkirche am historischen Datum des 9. November einen Programmpunkt der Gronauer „Woche der Erinnerung“.

Die Evangelische Kirchengemeinde Gronau steht – wie berichtet – vor einer großen Herausforderung: Für rund 1,06 Millionen Euro werden in den kommenden zwei Jahren die Dachkonstruktion sowie die Außenwände der neugotischen Stadtkirche in Stand gesetzt. Die Kosten sind bis heute nur zum Teil gedeckt, weiß Riese. „Als Gemeinde steuern wir 500 000 Euro aus Eigenmitteln bei. Das sind knapp 50 Prozent, ohne dass diese Summe ausreicht“, so der Gemeindepfarrer. Weitere 150 000 stammen aus Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Der Evangelische Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken schießt 200 000 Euro dazu. 25 000 Euro steuert die Sparkasse Westmünsterland bei. Die fehlenden Gelder, gegenwärtig rund 200 000 Euro, verspricht sich die Kirchengemeinde aus Spendenprojekten.

„Unsere Stadtkirche ist dieses Engagement allemal wert“, meint Riese. „Bis heute bildet die Kirche im Stadtbild einen besonderen Leuchtturm, der Raum bietet für Gottesdienste, Hochzeiten und Bestattungen bis hin zu hochklassigen kirchenmusikalischen Konzerten.“ Mit Kirchenrat Rolf Krebs, Pfarrer Riese, Gronaus Bürgermeisterin Sonja Jürgens, Wilfried Hammans von der Sparkasse Westmünsterland sowie Elmar Hoff, langjähriger Geschäftsführer des Gronauer Kulturbüros, hat sich unter dem Titel „Kreativteam Stadtkirche“ bereits eine Arbeitsgruppe gebildet. Gemeinsam planen die Mitglieder Aktionen und Kampagnen, um eine der größten evangelischen Kirchen im westlichen Münsterland im Stadtbild Gronaus zu erhalten. „Und wir freuen uns, dass Nikolaus Schneider unsere Projekte und Aktionen mitträgt“, so Krebs. 

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