Polizei beschlagnahmt Brandstelle
Kein Film: Kino in Flammen

Gronau -

Die Bilder könnten aus einem Filmtrailer stammen: Lichterloh scheinen die Buchstaben des Schriftzuges Cinetech in Flammen zu stehen. Aber es ist keine Fiktion, sondern Wirklichkeit: Bei einem Brand im Cinetech-Kino an der Mühlenmathe ist am Donnerstagmorgen Sachschaden in Höhe von schätzungsweise 500 000 Euro entstanden. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar.

Donnerstag, 29.10.2015, 09:10 Uhr

Flammen auf dem Kinodach: Am frühen Donnerstagmorgen rückt die Feuerwehr zu einem Brand im Cinetech-Kino an der Mühlenmathe aus. Der Blick von oben zeigt später das gewaltige Ausmaß des Schadens.
Flammen auf dem Kinodach: Am frühen Donnerstagmorgen rückt die Feuerwehr zu einem Brand im Cinetech-Kino an der Mühlenmathe aus. Der Blick von oben zeigt später das gewaltige Ausmaß des Schadens. Foto: privat/Feuerwehr

Die Feuerwehr wird um 6.10 Uhr alarmiert. Zuvor hat eine Anliegerin dunklen Rauch über dem Kino gesehen und die Rettungskräfte alarmiert. „Wir konnten das Feuer schon auf der Anfahrt sehen“, beschreibt ein Polizeibeamter die ersten Eindrücke von der Einsatzstelle. Der Brand konzentriert sich demnach auf den – von der Mühlenmathe aus gesehen – hinteren Bereich des Kino-Komplexes. Stunden später steht fest: Die Kinosäle 7, 8, 9 und 1 sind komplett ausgebrannt, wie Feuerwehrsprecher Martin Bültmann sagt.

Die Wehr – insgesamt sind 80 Leute im Einsatz – geht gleichzeitig von innen und außen in den Löschangriff: Mehrere Trupps erkunden das Gebäude von innen, draußen wird unter anderem von der Drehleiter aus gelöscht. „Die Vorstellung heute Abend fällt aus, dafür ist jetzt Vorstellung“, unkt ein Feuerwehrmann und meint damit das Szenario ringsum: Blaulichter, zahlreiche Feuerwehrwagen, die Mühlenmathe ist gesperrt. Auf Anforderung rücken die Feuerwehren Enschede und Stadtlohn mit sogenannten Gelenksteigern an, die an der Einsatzstelle flexibler einsetzbar sind als die Drehleiter der Gronauer Wehr.

Erst der Blick von oben zeigt das Ausmaß des Schadens: Ein großer Teil der Dachkonstruktion ist neben den Kinosälen ein Raub der Flammen geworden. Im Gebäudedach klafft ein großes Loch.

Schon während der Löscharbeiten geht Theaterleiter Andre Hoffmann davon aus, dass der Kinobetrieb vorerst ausfallen wird. Das bestätigt sich: Die Brandstelle wird nach Abschluss der Löscharbeiten für die Untersuchung durch Experten der Kriminalpolizei beschlagnahmt.

Von der Absperrung aus beobachten ein paar Jungs um kurz vor acht Uhr in der Frühe auf dem Weg zur Schule die Löscharbeiten. „So ein Mist“, sagt einer. „Ich wollte heute noch ins Kino gehen.“ In welchen Film? „Er ist wieder da!“ Daraus wird wohl vorerst nichts . . .

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