Projekt Rettung ohne Grenzen
„Wir wollen Vorbildregion sein“

Gronau/Enschede -

Das neue deutsch-niederländische Webportal „Rettung ohne Grenzen“ (rettungohnegrenzen.de) ist am Dienstagabend in der Enscheder Klinik Medisch Spectrum Twente (MST) gestartet worden.

Mittwoch, 13.04.2016, 07:04 Uhr

Eltern und Experten aus Gronau und Enschede gingen in einer Debatte unter Moderation von Johannes Reef auf die grenzüberschreitende Notfallrettung ein.
Eltern und Experten aus Gronau und Enschede gingen in einer Debatte unter Moderation von Johannes Reef auf die grenzüberschreitende Notfallrettung ein. Foto: Klaus Wiedau

Das neue deutsch-niederländische Webportal Rettung ohne Grenzen“ (rettungohnegrenzen.de) ist am Dienstagabend in der Enscheder Klinik Medisch Spectrum Twente (MST) gestartet worden. Euregio-Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Schwenzow und Cees Schenkeveld, Manager Acute Zorg Euregio , brachten das Portal ans Netz, das sich mit der grenzüberschreitenden Notfallversorgung von Patienten in der Region befasst. Bürger und Fachleute können hier künftig ihre Erfahrungen mitteilen, Fragen stellen und Vorschläge zur Optimierung machen.

Dass die Notfallversorgung nicht an der Grenze haltmachen darf, dafür macht sich das Interreg-V-Projekt „PREpare“ (Pilot Region for Cross-border Emergency Care and Crisis Preparedness in the Euregio) stark.

Am Beispiel der Versorgung von Kindernotfällen aus Gronau im Enscheder Klinikum MST zeigten Patienten (Eltern aus Gronau), Kinderarzt Manfred Müller (Gronau), Kinderärztin Anne Jonge Poerink (MST) und Acute- Zorg-Manager Schenkeveld auf, wie diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit entstand und funktioniert, wo es noch Probleme und Verbesserungsbedarf gibt. „Wir wollen Vorbildregion sein“, umschrieb Moderator Johannes Reef (DNL-Kontakt), dass das Pilotprojekt auch auf andere Regionen übertragbar gemacht werden soll.

Euregio-Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Schwenzow und Cees Schenkeveld, Manager Acute Zorg Euregio, brachten das Portal ans Netz.

Euregio-Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Schwenzow und Cees Schenkeveld, Manager Acute Zorg Euregio, brachten das Portal ans Netz. Foto: Klaus Wiedau

Die medizinische Versorgung von Kindernotfällen aus Gronau in Enschede entstand aus der Arbeit der Initiative „Pro Kinderstation“, die seit 2013 für eine Kinderstation am Gronauer St.-Antonius-Hospital kämpft. Dieses Ziel ist zwar in weiter Ferne, mit der grenzüberschreitenden Behandlung von Kindern aus Gronau im MST Enschede (seit 1. Januar 2015) aber ein beeindruckender „Plan B“ realisiert worden. Dass der inzwischen akzeptiert wird, machen Zahlen deutlich: „Rund 80 Kinder aus Gronau sind 2015 im MST Enschede behandelt worden. In diesem Jahr waren es bisher 25“, so Jonge Poerink.

Um weitere Fortschritte zu machen, wurden in der Debatte am Dienstag verschiedene Fragen angesprochen, die künftig auch auf der Website thematisiert werden: Was muss ich wissen, wenn ich mich auf der anderen Seite der Grenze in Behandlung begebe? Was kann und darf ich erwarten? Wo sehen Bürger und Fachleute noch Verbesserungsbedarf?

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