Klaus Böwering leitet den Städtischen Musikverein seit einem halben Jahrhundert
Wiener Klassik zum Dirigentenjubiläum

Gronau -

Klaus Böwering begeht sein 50-jähriges Jubiläum als Dirigent des Städtischen Musikvereins Gronau. Für das Festkonzert zu seinen Ehren am 22. Mai (Sonntag) um 18 Uhr in der St.-Agatha-Kirche Epe hat er Werke der drei berühmten Komponisten der Wiener Klassik ausgewählt: Joseph Haydn (1732 bis 1809), Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) und Ludwig van Beethoven (1770 bis 1827). Neben dem Städtischen Musikverein Gronau wirken mit: der Städtische Musikverein Rheine, das Symphonieorchester Rheine, Hans Stege an der Orgel und die vier Gesangssolisten Renate Lücke-Herrmann (Sopran), Christina Schmitt (Alt), Stefan Sbonnik (Tenor) und Guido Heidloff (Bass).

Samstag, 30.04.2016, 16:04 Uhr

Der Städtische Musikverein Gronau wird am 22. Mai ein Konzert in der St.-Agatha-Kirche Epe geben.
Der Städtische Musikverein Gronau wird am 22. Mai ein Konzert in der St.-Agatha-Kirche Epe geben. Foto: hsch

Hauptwerk des Abends ist die Messe in C-Dur für vier Solostimmen, Chor und Orchester, op. 86, von Ludwig van Beethoven . Sie entstand als Auftragswerk des Fürsten Esterházy zum Namenstag seiner Frau 1807.

Beethoven distanziert sich mit dieser Messe von den traditionellen Messvertonungen. Seine Messe war in ihrer subjektiv-bekenntnishaften Tonsprache ausgesprochen modern und zukunftsweisend für die damalige Zeit. Sie erschließt dem liturgischen Text ganz neue Ausdruckswelten und hat für die Weiterentwicklung der Messe-Kompositionen im 19. Jahrhundert Maßstäbe gesetzt. Ihre Neuartigkeit, die dem Komponisten selbst bewusst war („von meiner Meße wie überhaupt von mir selbst sage ich nicht gerne etwas, jedoch glaube ich, daß ich den Text behandelt habe, wie er noch wenig behandelt worden…“), eröffnete einen bis dahin nicht gekannten, zeitgemäßen Zugang zum Glauben, der bis heute aktuell ist. Betrachtet man die Kompositionsart, so kann Beethovens C-Dur-Messe eher als zurückgenommener moderater Messe-Typ angesehen werden, der durch eingängige, kurze Melodik der Solisten, die eher als konzertantes Quartett behandelt sind, und durch eine durchgängig homophone Chorpartie charakterisiert ist. Beethovens Messe, geschaffen aus einem Geiste, der das Revolutionierende der Aufklärung unwiderruflich in sich trägt, vollzieht eine Erneuerung des religiösen Erlebens durch die Musik.

Zu Beginn des Abends wird das Konzert Nr.1 in C-Dur, Hob XVIII:1, für Orgel und Orchester von Joseph Haydn aufgeführt. Das Werk, geschrieben für die Zeremonie des feierlichen Klostergelübdes seiner Schülerin Therese Keller, entstand im Jahre 1756. Es gilt als Dokument der Suche des Komponisten nach seinem persönlichen Stil und enthält formale Strukturen des Barock neben Elementen des aufkommenden galanten Stils.

Anschließend erklingt eine Kostbarkeit von Wolfgang Amadeus Mozart: „Et incarnatus est“ aus seiner Messe in c-Moll. Dieses ist ein Hirtenidyll in pastoralem Sechsachteltakt, vom Sopran wie von einer Engelstimme in sanft fließenden Koloraturen gesungen, von Flöte, Oboe und Fagott lieblich umspielt. Der Eintritt des Gottessohnes in die irdische Welt wird als poetisches Weihnachtsidyll wiedergegeben.

Programme, die zum Eintritt berechtigen, gibt es im Vorverkauf zum Preis von 15 (Schüler/Studierende und Menschen mit Behinderung zwölf) Euro in Gronau im Touristik-Service, bei Wolbers City und in der Buchhandlung am Markt, in Epe im Kaufhaus Nacke und im Pfarrbüro St. Agatha und bei den Chormitgliedern. An der Abendkasse kostet der Eintritt 18 bzw.15 Euro.

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