Projekt „Familienpaten in Gronau“
Mit „Opa Helmut“ auf die Rutsche

Gronau -

Bei Elias und „Opa Helmut“ war es Zuneigung auf den ersten Blick. Rund zwei Monate ist es her, dass der fast Zwölfjährige und sein „Patenopa“ sich das erste Mal getroffen haben. „Ich bin zufällig dazugestoßen“, erzählt „Opa Helmut“. „Eigentlich hatte meine Frau sich für das Patenschaftsprojekt des SkF interessiert. Sie wollte Patin werden, nachdem sie in Rente gegangen war. Mich interessiert das auch. Kann ich da nicht mitkommen?“, fragte „Opa Helmut“ seine Frau. Gesagt, getan . . .

Dienstag, 10.05.2016, 06:05 Uhr

Entspannte Gesichter beim Pressetermin: Weil das Wetter so schön war, setzten sich die Beteiligten kurzerhand vor die Haustür: Elias mit seiner Mama Ines Wulfert-Decke, deren Partner Thorsten Strickling, „Opa Helmut“ und Ulrike Terhaar vom SkF Vreden-Ahaus (v.l.).
Entspannte Gesichter beim Pressetermin: Weil das Wetter so schön war, setzten sich die Beteiligten kurzerhand vor die Haustür: Elias mit seiner Mama Ines Wulfert-Decke, deren Partner Thorsten Strickling, „Opa Helmut“ und Ulrike Terhaar vom SkF Vreden-Ahaus (v.l.). Foto: Frank Zimmermann

Ines Wulfert-Decke hatte über eine Freundin von dem Projekt erfahren – und war gleich interessiert. Schnell bekam sie bei Ulrike Terhaar vom SkF einen Termin. Aus einem Bündel von Gründen, warum sie sich für das Angebot interessierte, nennt sie beispielhaft zwei: „Ich habe drei Kinder: Elias, den fünfjährigen Dean-Michael und Larissa, die ist elf. Dean-Michael ist schwerst-mehrfachbehindert und zieht viel Aufmerksamkeit auf sich.“ Da kämen die anderen beiden schon mal zu kurz. Außerdem ist Wulfert-Decke erst vor kurzem nach Gronau gezogen, ihr Freundes- und Bekanntenkreis vor Ort ist noch entsprechend klein.

„Lauter gute Gründe, warum ein Pate der Familie richtig gut tun kann“, findet auch Ulrike Terhaar. Dass sie der Familie so schnell mit der Vermittlung eines Paten helfen konnte, ist auch der Tatsache geschuldet, dass zurzeit zwei männliche Paten für das Projekt im Einsatz sind. „Darüber bin ich richtig glücklich“, sagt Terhaar.

Elias spielt gerne Fußball und geht zum Schwimmen. Also ist „Opa Helmut“ mit ihm gleich beim ersten Treffen ins Gronauer Hallenbad gefahren. Zusammen haben sie die Rutsche und den Sprungturm unsicher gemacht – eine Gaudi für beide. Und spätestens seit Elias auch noch Hund und Huhn von „Opa Helmut“ kennenlernen durfte, sind die beiden ganz dicke miteinander. Seitdem unternehmen sie einen Nachmittag pro Woche etwas. „Opa Helmut“ hat noch viele Ideen für gemeinsame Unternehmungen. „Das hält mich jung“, sagt er.

Bei Ulrike Terhaar warten noch andere Familien auf die Vermittlung eines Paten. Deshalb würde sie sich freuen, wenn mehr Menschen sich für diese Aufgabe begeistern würden. So wie „Opa Helmut“ und seine Frau. Die wurde übrigens als Patin in eine andere Familie vermittelt.

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