Projektwoche der Sophie-Scholl-Schule im Jugendzentrum Stop
Thema Sucht stand im Fokus

Epe -

Drei Tage lang tauschten die Siebtklässler der Sophie-Scholl-Schule in dieser Woche ihren Klassenraum mit dem Jugendzentrum Stop, in dem die dritte Suchtpräventionswoche stattfand. Anstatt Deutsch, Mathe oder Englisch zu büffeln, konnten die 90 Schüler dort in vier Projektgruppen ihre soziale und kommunikative Kompetenz, die Stärkung des Ichs, das Finden positiver Lösungen bei Problemen sowie die Bewältigung von Konfliktsituationen im Alltag trainieren.

Donnerstag, 02.06.2016, 11:06 Uhr

Tanzen und Bogenschießen waren zwei der Angebote, die im Rahmen der Suchtwoche gemacht wurden.
Tanzen und Bogenschießen waren zwei der Angebote, die im Rahmen der Suchtwoche gemacht wurden. Foto: aho

Darüber hinaus gaben Drogenberater Franziskus Siegers (vom Suchthilfezentrum der Diakonie Gronau ), Streetworker Olaf Reckers, Mitarbeiter des Jugendzentrums sowie Schulsozialarbeiter Andreas Thiel den Schülern Informationen rund um die Themen „Legale und illegale Drogen “, „Wege in die Sucht“, „Woran erkennt man Süchtige?“, „Wie kann man den Süchtigen helfen?“ sowie „Wie geht man mit möglichen Folgen (beispielsweise nach einem Verkehrsunfall) um?“

Wer hat in der heutigen Zeit keine Probleme? Drogen versprechen Glück, Zufriedenheit und Abstand von den Sorgen. Es ist ganz normal, dass Jugendliche neugierig sind und sich austesten wollen. „Um dabei jedoch nicht in eine Abhängigkeit zu gelangen, möchten wir mit Hilfe einer Suchtpräventionswoche vorbeugen, die wir erneut dank finanzieller Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Westmünsterland und unseres Fördervereins durchführen konnten“, erklärte Schulsozialarbeiter Andreas Thiel.

So lernten einige Siebtklässler unter der Leitung von Diplom-Pädagoge Sven Stratmann das Improvisations-Theater kennen. Ohne Netz und doppelten Boden galt es hier, sich der Herausforderung zu stellen und auf der Bühne vor den Mitschülern zu agieren. „Dazu gehören Schlagfertigkeit, eine gehörige Portion Mut und Selbstvertrauen. Zugleich haben die Jugendlichen die Möglichkeit, Grenzen zu überschreiten, ohne dass es weh tut“, so Stratmann.

In der Coolness-Gruppe lernten die Schüler – etwa Nina und Leon – von Sozialpädagoge Johannes Kuiper, wie sie einem Gruppendruck standhalten und wie sie auf Beleidigungen reagieren können.

Auch Sportarten wie Tanzen oder Bogenschießen können dazu beitragen, die Freizeit sinnvoll zu nutzen und nicht in Kontakt mit Süchten zu kommen. „Wer seinen Körper bewegt, der bewegt sich und etwas in seinem Leben. Öffentliche Darbietungen stärken das Selbstbewusstsein und helfen Jugendlichen einer Gruppendynamik und Versuchungen zu widerstehen “, betont Tanztrainerin Angelika Buß-Engemann. Mit einem klaren Ziel vor Augen stemmten auch die Teilnehmer der Bogenschieß-Gruppe unter der Leitung von Tom Jöcker die Herausforderungen und trafen ins Schwarze. Als Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung fand am Mittwochmittag die Präsentation der vier Gruppen statt, bei der die Schüler ihre erlernten Fertigkeiten unter Beweis stellten.

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