20 Jahre WTG und Go! Kreis Borken
Erfolgsgeschichte gefeiert

Gronau -

Der Weg von der ersten Geschäftsidee bis zum erfolgreichen Geschäftsmodell ist oft mit zahlreichen Hürden verbunden. Hier stehen Go! Kreis Borken als Wegweiser für Unternehmensgründungen und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Gronau mbH (WTG) als Ansprechpartner für Unternehmen in Gronau Existenzgründern beratend zur Seite – und das schon seit 20 Jahren.

Donnerstag, 30.06.2016, 08:06 Uhr

Mitwirkende und Sponsoren der Jubiläumsveranstaltung stellten sich am Rande zum Erinnerungsfoto. Das Publikum wurde beim Festakt nicht nur gut informiert, sondern auch bestens unterhalten.
Mitwirkende und Sponsoren der Jubiläumsveranstaltung stellten sich am Rande zum Erinnerungsfoto. Das Publikum wurde beim Festakt nicht nur gut informiert, sondern auch bestens unterhalten. Foto: aho

Der Weg von der ersten Geschäftsidee bis zum erfolgreichen Geschäftsmodell ist oft mit zahlreichen Hürden verbunden. Von Gründungsformalitäten, Finanzierungsfragen bis hin zur Erstellung eines Unternehmenskonzeptes gibt es viel zu tun. Hier stehen Go! Kreis Borken als Wegweiser für Unternehmensgründungen und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Gronau mbH (WTG) als Ansprechpartner für Unternehmen in Gronau Existenzgründern beratend zur Seite – und das schon seit 20 Jahren.

Grund genug, die Erfolgsgeschichte konstruktiver Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern, Akteuren, Unternehmern und Existenzgründern gebührend zu feiern. Rund 100 Besucher erlebten dabei am Dienstagabend im Forum des Wirtschaftszentrums einen informativen und unterhaltsamen Abend, durch den Moderator Raimund Stroick führte.

„Innovative Ideen, entschlossenes Handeln, unternehmerische Umsetzung – das sind die Triebfedern für eine erfolgreiche Wirtschaft. Mit prosperierenden Unternehmen steigen die Einnahmen der öffentlichen Hand. So überrascht es nicht, dass die Klientel der Existenzgründer und junger Unternehmer im besonderen Fokus einer Kommune oder eines ganzen Kreises stehen“, betonte Gronaus Bürgermeisterin Sonja Jürgens in ihrer Ansprache. Wer Menschen, die den Mut haben, ihre Ideen unter Inkaufnahme unternehmerischer Risiken in die Tat umzusetzen, kompetent und seriös auf ihrem Weg berate, der habe große Chancen vom Gelingen des Unternehmens in Zukunft zu profitieren. „Aus diesem Grund bin ich froh, dass die Wirtschaftsförderung im Kreis und in Gronau so gut aufgestellt und vernetzt ist“, so Jürgens weiter.

Beim Rückblick auf 20 Jahre Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Gronau erinnerte Geschäftsführer Ulrich Helmich an die ersten Aufgaben, mit denen sich die WTG nach ihrer Gründung am 10. Juni 1996 beschäftigen musste. „Es wurden neue Industriegebiete geplant, entwickelt und vermarktet, um neuen Betrieben ein Zuhause zu geben und damit Arbeitsplätze zu schaffen“, so Helmich. Darüber hinaus wurden Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen ins Leben gerufen und gemeinsam mit den Go!-Akteuren an dem Ziel gearbeitet, Gronau weiter nach vorne zu bringen.

WFG-Gründungsberaterin Ulrike Wegener sowie Reinhard Schulten von der IHK Nord Westfalen unternahmen einen Streifzug durch die Geschichte von Go! Kreis Borken – angefangen von der Erstellung des ersten Veranstaltungskalenders (1997) über den ersten Internetauftritt in 2002, die Zertifizierung der WFG zum Starter Center NRW (2006/07) bis hin zum aktuellen Projekt „Gründergeist@Münsterland“, mit dem sie höherqualifizierten Gründungsinteressierten den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern möchten.

Nach einer musikalischen Einlage startete eine kurzweilige Talkrunde zum Thema „Erfolgreiche Gründergeschichten aus 20 Jahren“. Mit Gonda Nobbe-Elsing von der privaten Musikschule Jam aus Ahaus, Rainer Reimer von der Alfred Reimer GmbH aus Gronau, Lukas Große Bölting (Rheder Pralinen) sowie Romann Rademacher von der Firma Wibit aus Bocholt standen vier Jungunternehmer Raimund Stroick Rede und Antwort. Dabei erfuhren die Zuhörer, dass Gonda Nobbe-Elsing für die Musik ihre Laufbahn als holländische Lehrerin an den Nagel hängte. „Ich bereue diese Entscheidung nicht, da mir die Musik gut tut. In der heutigen Zeit ist es allerdings nicht immer ein Zuckerschlecken, als private Musikschule zu überleben“, gestand Nobbe-Elsing. Getreu dem Motto „Viele Wege führen nach Rom“ und nach einer Ausbildung mitunter auch zurück in den elterlichen Betrieb, berichteten Rainer Reimer und Lukas Große Bölting von ihren Erfahrungen. Während Große Bölting auf Grund sukzessiver Investitionen seines Vaters in die Pralinen-Manufaktur ein tolles Fundament vorfand, das er mit innovativen Ideen bei der Herstellung von Schokoladenprodukten ausbauen konnte, sah es bei Rainer Reimer anders aus. „Der Betrieb hatte über Jahre einen gewissen Stillstand erreicht. So entschlossen wir uns zu investieren und zu expandieren. Zum Glück mit Erfolg. Wer nämlich Präzisionsteile für die High-Tech-Industrie wirtschaftlich und termingemäß fertigen möchte, benötigt ein Höchstmaß an technischem und logistischem Know-How“, erklärte Rainer Reimer. Als letzter Jungunternehmen kam Romann Rademacher zu Wort, der gemeinsam mit Robert Cirjak sein Geld mit Sport und Spaß verdient. „Als wir 1996 ein Wasser-Trampolin in einem amerikanischen Wassersportmagazin sahen, beschlossen wir dieses als erste Anbieter nach Europa zu importieren. Wir hatten keine Ahnung, wie wir das bewerkstelligen sollten. Als aufblasbare PVC-Wasserspielplätze sind unsere kompatiblen Wasserparks mittlerweile in 70 Ländern eine Attraktion“, so Rademacher.

Abschließender Höhepunkt war der Auftritt des Verbaltaifuns und Solo-Kabarettisten Christoph Brüske, der in seinem Programm „So schön kann Krise sein“ kein Blatt vor den Mund nahm und schonungslos die Ereignisse vom VW-Skandal bis hin zum Brexit durch den Kakao zog.

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