Neuer Preis für Jungunternehmer
Starkes Fundament für Gründer

Gronau -

10 000 Euro, ein Imagefilm und ein Vertriebsplan: All das bekommt der- oder diejenige, der/die am 12. November den „Gründerstein Unternehmer Award“ gewinnt. Zum ersten Mal wird er verliehen.

Donnerstag, 21.07.2016, 09:07 Uhr

Noch bis zum 31. Juli haben „Menschen mit einer Geschäftsidee, die sich in der Region durch ein Alleinstellungsmerkmal deutlich von anderen unterscheiden“, Zeit, sich für den Gründerstein Unternehmer Award zu bewerben
Noch bis zum 31. Juli haben „Menschen mit einer Geschäftsidee, die sich in der Region durch ein Alleinstellungsmerkmal deutlich von anderen unterscheiden“, Zeit, sich für den Gründerstein Unternehmer Award zu bewerben Foto: Privat

Sie kennen sich alle persönlich – und das nicht erst seit gestern. Ihre Idee, sie war plötzlich da. Und relativ schnell wurde aus ihr eine (gute) Tat. Einer sagte: „Wir machen das jetzt“.

Wir – das sind die Unternehmer Ingo Hoff , Patrick Bröckers , Benjamin Beloch, Nikolai Brinkmöller, Jan Hejbowicz sowie Han Hilderink. Die Tat? Die Sechs haben den „ Gründerstein Unternehmer Award“ ins Leben gerufen. Am 12. November wird der zum ersten Mal verliehen. In Gronau . Im Rock’n’Pop-Museum.

Noch bis zum 31. Juli haben „überzeugende Menschen mit einer Geschäftsidee, die sich in der Region durch ein Alleinstellungsmerkmal deutlich von anderen unterscheiden“, die Möglichkeit, sich für diesen Award zu bewerben.

„Die Region“? Damit meine die oben genannten Initiatoren das (westliche) Münsterland, die Grafschaft Bentheim und die Region Twente. Bröckers, Hoff und Co., die für diesen mit 10 000 Euro dotierten Award verantwortlich zeichnen, sind sowohl junge als auch erfahrene Unternehmer aus der deutsch-niederländischen Grenzregion, die die Bewerber motivieren wollen „ihre Geschäftsidee zielstrebig bis in die Selbstständigkeit zu verfolgen“.

Ingo Hoff, 38, von der Industriebau Hoff und Partner GmbH ist überzeugt: „Es steckt ein unglaubliches Potenzial in jungen Firmen.“ Und die gibt es auch in der hiesigen Region. Aber wo genau? Wo sitzen sie? Wie werden sie wahrgenommen? In erster Linie geht es Hoff und seinen Mitstreitern darum, jungen Unternehmen (die Chefs können auch schon älter sein) Hilfe beim Vernetzen zu geben, beim Marketing. Hoff: „Was nutzt mir ein gutes Produkt, wenn es keiner kennt?“.

Auf der anderen Seite hoffen die Award-Gründer aber auch auf einen „Mehrwert für uns selbst“. „Welche Herangehensweisen haben junge Unternehmen?“, konkretisiert Ingo Hoff diesen Mehrwert. Der Austausch mit Kollegen, die am Anfang stehen, könne hilfreich sein, um eigene Betriebsblindheit zu erkennen, sagt er. Zweiter Aspekt in Sachen „Mehrwert“: Welche Produkte stellen diese junge Firmen her, gibt es Möglichkeiten der Zusammenarbeit? Und ein dritter Aspekt ist dieser: Wie ist die Region aufgestellt, welche unternehmerischen Schätze (ver-)birgt sie? Mit Hilfe des Awards erhoffen sich Hoff und Kollegen auch hier Antworten.

Die Siegprämie, die am 12. November im Rock’n’Pop-Museum überreicht wird, bringt zum einen die schon erwähnten 10 000 Euro mit sich. Doch vielleicht noch mehr wert: Die Prämie beinhaltet außerdem Sachleistungen in Form von Imagefilm , App sowie einer zugeschnittenen Marketing- und Vertriebsplanung.

Die Bewerber dürfen aus dem Bereichen Handel, Dienstleistung, Produktion und Handwerk kommen. Gewinnen kann sowohl die reine Idee als auch ein Jungunternehmen an sich, das nicht länger als drei Jahre besteht. Die Geschäftsidee muss auf einer A4-Seite erklärt und auf der website www.gründerstein.de bis zum 31. Juli hochgeladen werden.

Der Einladung zur Teilnahme folgen dann verschiedene Workshops, in deren Verlauf praxisorientiertes Know-how vermittelt wird, damit aus der Idee ein tragfähiges Gesamtkonzept wird, versprechen die Initiatoren in der Ausschreibung. Ein erfolgreiches Abschneiden mündet schließlich für eine kleine Gruppe in der Final-Teilnahme.

Aus persönlicher Erfahrung könne er sagen, dass der Wert eines solchen Wettbewerbs sich nicht in erster Linie in der Siegerpremiere widerspiegel, sondern viel mehr „im fruchtbaren Austausch und im Aufbau eines ersten Netzwerkes“, bringt es Patrick Bröckers von „opwoco“ (Schöppingen) auf den Punkt. „Ich bin beim Gründer Award dabei, weil ich unfassbar neugierig auf neue Ideen bin“, sagt der junger Unternehmer Jan Hejbowicz. Han Hilderink, schon ein bisschen älter und ebenfalls Unternehmer in Gronau, drückt es so aus: „Ich bin dabei, damit ich Leute begeistern kann, ihren Traum umzusetzen.“

„Wir können nicht den Job der Kammer oder der Wirtschaftsförderung machen“, stellt Ingo Hoff klar. Doch gute Ideen und Ideengeber frühzeitig zu unterstützen, das ist den Mitgliedern, die das Gründerstein-Team bilden, sehr wohl möglich.

Von einem „Imagegewinn“ sprich Hoff in diesem Zusammenhang auch. Soll heißen: „Wir schaffen es, so etwas auf die Beine zu stellen neben unserem eigentlichen Job.“

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