Rapper Dennis Buß mit Udo Lindenberg bei der Verleihung des Panik-Preises
Ein besseres Kompliment gibt’s nicht

Epe -

Dennis Buß ist immer noch hin und weg: „Die vergangene Woche war einfach der Hammer“, sagt er. „Das muss ich erst mal verarbeiten.“ Allein schon, dass er bei der Feier zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Udo Lindenberg im Rockmuseum auftreten durfte, hatte den jungen Rapper aus Epe gefreut. Dann die Reaktionen der Zuhörer, deren Nerv er mit seinem Song „A Beautiful Life“ offenbar traf und die seinen Auftritt mit tosendem Applaus bedachten. Aber das Schärfste war die Aufforderung Lindenbergs selbst: „Du musst mit nach Calw !“

Freitag, 05.08.2016, 08:08 Uhr

Udo Lindenberg und Dennis Buß in Calw, wo der Rapper aus Epe einen Auftritt im Rahmen des Hermann-Hesse-Festivals und der Verleihung des Panik-Preises hatte.
Udo Lindenberg und Dennis Buß in Calw, wo der Rapper aus Epe einen Auftritt im Rahmen des Hermann-Hesse-Festivals und der Verleihung des Panik-Preises hatte. Foto: Tine Acke

In dem Städtchen in Baden-Württemberg fand am vergangenen Wochenende das Hermann-Hesse-Festival statt. In dessen Rahmen werden auch die Sieger des Panik-Preises geehrt, die die Udo-Lindenberg-Stiftung ausgelobt hatte. Auch Dennis Buß hatte sich beworben. Er war in die engere Auswahl gekommen, letztlich hatte es jedoch nicht ganz für einen der vorderen Plätze gereicht.

„Dass Udo mich eingeladen hat – ein bessers Kompliment gibt' es ja gar nicht“, sagt Dennis. „Das ist ein Ritterschlag, viel geiler als alles andere.“ Zumal sich sein Traum erfüllen sollte, mal mit Udo Lindenberg gemeinsam auf einer Bühne zu stehen.

Also nahm sich der Rapper frei und düste mit dem Lindenberg-Tross Richtung Süden. „Ich war im selben Hotel untergebracht wie die Band“, erzählt Dennis. Die Bandmitglieder hätten ihn herzlich in ihrer Mitte aufgenommen. „Es war cool zu erleben, wie die anderen drauf sind.“

Sein Auftritt am Samstagabend sollte direkt vor der Verleihung des Panik-Preises sein – vor 2200 Leuten. „Udo kam sogar noch zu mir und beruhigte mich. Auch er sei vor Auftritten immer noch etwas nervös.“ Aber zu cool zu sein, sei auch nicht gut. „Sonst wird der Auftritt so larifari.“ Dennis trat auf die Bühne – doch anstatt direkt loslegen zu können, wurde er erst noch interviewt. „Das hat mich etwas irritiert, weil ich auf den Song konzentriert war.“ Doch der Auftritt haute trotzdem hin: „Ich habe Mega-Applaus gekriegt, die Besucher in den ersten Reihen haben den Refrain mitgesungen. Für mich war das eine Riesen-Ehre, mitmachen zu dürfen. Und Udo kam auf die Bühne und hat mich abmoderiert.“

Abends im Hotel führte Lindenberg mit Dennis Buß ein langes Gespräch. „Wir haben uns in eine ruhige Ecke gesetzt und miteinander geredet.“ Dennis hatte auf Wunsch Udos den ausgedruckten Text seines Songs mitgebracht – „und Udo hat ihn gerappt. Alle zwei Zeilen hat er ihn kommentiert nach dem Motto ,Ist ja wirklich so‘. Er hat mir außerdem geraten, den Song aufzunehmen. Was ich jetzt auch im Studio des Rock‘n‘Popmuseums machen werde. Und zum Schluss hat er sich bei mir bedankt. Das kann ich ja nun überhaupt nicht verstehen! Ich hatte doch allen Grund, mich bei ihm zu bedanken!“

„Ich hab‘s genossen“, so das Fazit des Rappers, der weiter Musik machen will. „Ich habe einfach Bock darauf.“ Seinen Spaß am Rap hat er schon in einem Workshop für Kinder weitergegeben. „Das war nix Wildes – aber ich habe doch etwas erreicht. Das alles kann auch schnell vorbei sein. Doch die Erinnerung an die Erlebnisse der letzten Woche kann mir keiner mehr nehmen. Das werde ich mein Lebtag nicht vergessen.“

Zum Thema

Videos sind auf der Internetseite dennis-buss.com zu sehen.

...
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4205626?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F4848750%2F4848755%2F
Grippewelle erreicht Münsterland
Influenza-Fallzahlen sprunghaft gestiegen: Grippewelle erreicht Münsterland
Nachrichten-Ticker