Wolfgang Puhe berät Migranten im Alter von 15 bis 27 Jahren
Mit Erfahrung für die Jugend

Gronau/Kreis Borken -

Der Jugendmigrationsdienst der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland (JMD) im Nordkreis hat ein neues Gesicht: Seit Ende August begrüßt Wolfgang Puhe die Menschen in der Kontaktstelle des JMD an der Gronauer Bahnhofstraße. Der 60-Jährige ist Nachfolger von Stephanie Akbas, die wegen ihrer anstehenden Mutterschaft die Stelle aufgegeben hat.

Donnerstag, 13.10.2016, 08:10 Uhr

Wolfgang Puhe ist das neue Gesicht des Jugendmigrationsdienstes für den Nordkreis. Der 60-Jährige hofft auf eine gute Vernetzung mit Kooperationspartnern.
Wolfgang Puhe ist das neue Gesicht des Jugendmigrationsdienstes für den Nordkreis. Der 60-Jährige hofft auf eine gute Vernetzung mit Kooperationspartnern. Foto: Christiane Nitsche

„Das Aufgabengebiet des JMD hat sich verändert“, erklärt Wolfgang Puhe. Es gehe zunehmend nicht mehr nur um Unterstützung bei der Integration ins Arbeitsleben, sondern auch um gesellschaftliche Integration. „Im Moment nehmen junge Flüchtlinge einen großen Teil der Arbeit in Anspruch“, erklärt er. „Aber es sind im letzten Jahr neben einer Million Flüchtlinge allein 400 000 Menschen aus EU-Ländern nach Deutschland gekommen.“ Er könne sich vorstellen, dass der überwiegende Teil davon junge Menschen sind. Eine große Aufgabe, nicht nur des Anspruches und der großen Zahl Betroffener wegen: Puhe betreut von Gronau aus den kompletten Nordkreis , also auch Schöppingen, Vreden, Stadtlohn und Ahaus.

Aus der Ruhe bringt ihn das offenkundig nicht. Puhe strahlt schon durch sein Äußeres die Art Erfahrung aus, die Sicherheit und Vertrauen vermittelt. Der Mann mit dem schlohweißen Bart ist seit 35 Jahren bei der Evangelischen Jugendhilfe beschäftigt, hat Erfahrungen mit Wohnprojekten, Beschäftigungsinitiativen und in der mobilen Einzelberatung. Zuletzt hat Puhe in Ochtrup ein so genanntes „Clearing-Haus“ für unbegleitete, jugendliche Flüchtlinge geleitet.

An seiner neuen Stelle geht es um „aufsuchende Sozialarbeit“, das heißt, Puhe holt seine Klientel im Wortsinn da ab, wo sie ist. Er berät und vermittelt Hilfsangebote für ausländische junge Menschen bis zum Alter von 27 Jahren. Dazu gehören Spätaussiedler genauso wie junge Flüchtlinge, die in jüngster Zeit nach Deutschland gekommen sind.

Zurzeit geht es ihm vor allem darum, potenzielle Kooperationspartner kennenzulernen. Darum stehen aktuell noch Termine an, bei denen er sich an Schulen, Familienzentren und kommunalen Einrichtungen vorstellt. Parallel dazu steht er aber bereits in der Gronauer Beratungsstelle zur Verfügung, wenn er gebraucht wird. „Die Öffnungszeiten für die nächste Woche hänge ich jeweils am Wochenende aus“, erklärt er dazu. Feste Bürozeiten gebe es nicht, weil er eben auch laufend Vor-Ort-Termine in den zu betreuenden Kommunen wahrnimmt.

Erreichbar ist er dennoch: ✆ 02562 9 64 56 97 oder jmd-gronau@ev-jugendhilfe.de

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