Verdi ehrt Jubilare
Daberkow 65 Jahre Gewerkschafter

Gronau -

Im Mittelpunkt der Jubilarehrung der Gewerkschaft Verdi Gronau-Ahaus stand in diesem Jahr Manfred Daberkow, der bereits 1951 der Gewerkschaft beigetreten ist. Inhaltlich ging es auch um die Einschränkung von Sonntagsarbeit.

Donnerstag, 01.12.2016, 08:12 Uhr

Manfred Daberkow (2.v.r.) zusammen mit weiteren Jubilaren, der stellv. Bezirksgeschäftsführerin Jutta Schultz (l.) und dem Ortsvereinsvorsitzenden Eberhard Doths (Mitte). Dieser hat den Vorsitz kommissarisch bis zur nächsten Mitgliederversammlung von Martin Radde übernommen. Radde ist, wie bei seiner Wiederwahl bereits angekündigt, mit seiner Verrentung zum 1. Oktober in die zweite Reihe getreten. Er bleibt dem Vorstand aber als Beisitzer erhalten.
Manfred Daberkow (2.v.r.) zusammen mit weiteren Jubilaren, der stellv. Bezirksgeschäftsführerin Jutta Schultz (l.) und dem Ortsvereinsvorsitzenden Eberhard Doths (Mitte). Dieser hat den Vorsitz kommissarisch bis zur nächsten Mitgliederversammlung von Martin Radde übernommen. Radde ist, wie bei seiner Wiederwahl bereits angekündigt, mit seiner Verrentung zum 1. Oktober in die zweite Reihe getreten. Er bleibt dem Vorstand aber als Beisitzer erhalten. Foto: Verdi

Geehrt wurden des Weiteren Heinrich Busch aus Gronau (50 Jahre) sowie Hermann Niewerth (Gronau) und Alfred Zanke ( Ahaus ) für 40-jährige Mitgliedschaft. Auf eine 25-jährige Mitgliedschaft können Heinz Duttmann und Dieter Klein Jäger (beide Ahaus) zurückblicken.

Der Vorsitzende des Verdi- Ortsvereins, Eberhard Doths, sprach Daberkow und den weiteren Jubilaren seine Glückwünsche aus. Die Festrede während der Jubilarfeier im Hotel Bügener, zu der auch alle Senioren des Ortsvereins eingeladen waren, hielt Jutta Schultz . Die stellvertretende Geschäftsführerin des Bezirkes Münsterland ließ 65 Jahre Nachkriegs- und Gewerkschaftsgeschichte in einem bunten Bilderbogen Revue passieren. Im gewerkschaftspolitischen Teil ihrer Rede ging Schultz insbesondere auf das Thema Rente ein. Unter dem Motto „Rente muss für ein gutes Leben reichen“ stellte sie die gewerkschaftlichen Forderungen für die gesetzliche Rente dar. Wer ein langes Arbeitsleben hinter sich habe, dürfe im Alter nicht arm und auf staatliche Hilfe angewiesen sein, sagte Schultz. Aber genau dieses Schicksal werde immer mehr Menschen treffen, wenn die jetzige Rentenpolitik fortgesetzt werde. Deshalb forderten die Gewerkschaften im DGB gemeinsam einen Kurswechsel bei der Alterssicherung. Der Sinkflug der Renten müsse gestoppt werden, das Niveau der gesetzlichen Rente müsse stabilisiert und wieder angehoben werden. Lag das Leistungsniveau der Rente vor zehn Jahren noch bei 53 Prozent, so seien es heute 47,8 Prozent und drohe künftig noch weiter abzusinken. Um dies zu verhindern, müssten die Rentenbeiträge zum Einem moderat erhöht werden. Zum Anderen könnten im immer produktiveren Deutschland künftig mehr Steuermittel in die Finanzierung auskömmlicher Renten gesteckt werden. Darüber hinaus müssten alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden.

Nicht zuletzt stellte Schultz das Engagement von Verdi in der „Allianz für den freien Sonntag“ dar, in der Gewerkschaften und Katholische Verbände stark vertreten sind. „Der verkaufsoffene Sonntag darf nicht weiter ausgeweitet, sondern muss eingeschränkt werden. Mit der Bürgerbefragung in Münster hatten wir eine schönen Erfolg.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4469810?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F4848750%2F4848751%2F
Nachrichten-Ticker