Zwei Drogenfunde
Kokain im Handschuhfach und hinter dem Beifahrersitz

Bad Bentheim -

Insgesamt rund 11,3 Kilogramm Kokain im Wert von mehr als 830 000 Euro entdeckten Osnabrücker Zöllner bei zwei Fahrzeugkontrollen in der vergangenen Woche.

Freitag, 23.12.2016, 06:12 Uhr

Hinter dem Handschuhfach entdeckten Zollbeamte Kokain im Wert von rund 240 000 Euro.
Hinter dem Handschuhfach entdeckten Zollbeamte Kokain im Wert von rund 240 000 Euro. Foto: Hauptzollamt Osnabrück

Bereits am 14. Dezember kontrollierten die Beamten auf der Autobahn A 30 an der Abfahrt Gildehaus ein zuvor aus den Niederlanden eingereistes Fahrzeug. Die Frage nach mitgeführten Waffen, Betäubungsmittel oder Bargeld verneinte der 38-jährige Fahrer. Er gab an, für eine Nacht in Utrecht gewesen zu sein, um ein zum Verkauf stehendes Boot zu besichtigen.

Während der gesamten Befragung wirkte der Reisende äußerst nervös. Die Ermittler entschlossen sich zu einer Intensivkontrolle des Wagens. Hierbei kam auch Spürhund Spike zum Einsatz. Dieser schlug am Armaturenbrett auf der Beifahrerseite an. Bei der genaueren Inaugenscheinnahme des Handschuhfaches stellten die Ermittler einen Fremdkörper hinter dem Fach fest. Nach dem Ausbau des Handschuhfaches kamen drei weiße Folienpakete zum Vorschein. Bei dem Inhalt der Päckchen handelt es sich um Kokain, insgesamt 3,3 Kilogramm im Wert von mehr als 240 000 Euro. Der Reisende wurde daraufhin vorläufig festgenommen.

Am Nachmittag des 15. Dezember wurde auf der Bundesstraße B 402 an der Abfahrt Schöninghsdorf ein zuvor ebenfalls aus den Niederlanden eingereistes Fahrzeug kontrolliert.

Der 56-jährige Fahrer verneinte die Frage nach mitgeführten Waffen, Betäubungsmitteln oder Bargeld. Bei der Durchsicht des Wagens fanden die Zöllner im Fußraum direkt hinter dem Beifahrersitz eine schwarze Ledertragetasche. In dieser Tasche befanden sich in Plastik eingeschweißte Pakete mit insgesamt acht Kilogramm Kokain im Wert von mehr als 590 000 Euro. Der Reisende wurde daraufhin ebenfalls vorläufig festgenommen.

Beide Fahrer sind nach Angaben des Zolls dem Haftrichter beim Amtsgericht Nordhorn vorgeführt worden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück erging in beiden Fällen Haftbefehl. Die Beschuldigten wurden in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Essen – Dienstsitz Nordhorn – übernommen.

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