Kolpingsfamilie Epe setzt mit Spenden internationale Akzente
Mikro-Kredite und Jugendtreffen

Gronau/Epe -

Die Kolpingsfamilie Epe organisiert seit Jahren das Einsammeln der Weihnachtsbäume in Epe. Seit Jahren ist es guter Brauch, dass die gesammelten Dankeschön-Spenden jeweils zwei Verwendungszwecken zugutekommen. Zum einen wird ein Projekt in der Weltkirche, vorzugsweise in einem Land der sogenannten Dritten Welt unterstützt. Zum anderen erfährt ein sinnvolles Vorhaben in der Heimat die Unterstützung der Kolping-Aktivisten.

Samstag, 28.01.2017, 11:01 Uhr

Mit den Spenden aus der Weihnachtsbaumaktion unterstützt die
Mit den Spenden aus der Weihnachtsbaumaktion unterstützt die Foto: dkm

In diesem Jahr wurden bei der Weihnachtsbaum-Aktion Spenden in Höhe von 5460 Euro eingesammelt. Je die Hälfte des Betrages geht an ein Kolping-Projekt in Uganda und an den Petöfi-Klub, der die Städtepartnerschaft zwischen Mezöberény und Gronau unterstützt.

John K. Lubega war vor 20 Jahren, von 1995 bis 1997 als Kaplan in der St.-Agatha-Gemeinde Epe tätig gewesen. In der Zeit hat er als Präses die Kolping-Arbeit begleitet. Kolping hat ihn auch nach seiner Rückkehr in die ugandische Heimat nicht mehr losgelassen. Er ist Präses der Kolpingsfamilie in seiner Diözese in Uganda. Als Gast beim Kolping-Jubiläum in Epe vor bald zehn Jahren erklärte er: „Was ich in Epe lernte, konnte ich in meinem Heimatland umsetzen. Daher bin ich der Kolpingsfamilie Epe sehr dankbar für die geleistete Unterstützung.“ Die gute Tradition der langjährigen Zusammenarbeit wird mit dem Beitrag der Tannenbaumsammler fortgesetzt. Das Geld wird Pfarrer Lubega zur Verfügung stehen, damit er „Mikrokredite“ vergeben kann.

„Kolping International“ kann auf zahlreiche Beispiele verweisen, wie mit einem Kleinkredit im zweistelligen Euro-Bereich z.B. einer Familie durch die Anschaffung einer Nähmaschine der Weg aus der Armut geebnet werden konnte. Das Geld wird nicht verschenkt, sondern fließt aus den erfolgreichen Projekten zurück in den Fond, so dass es immer wieder neu vergeben werden kann. Wolfgang Averbeck nahm für das Projekt von Kolping-International mit sichtlicher Freude den Spendenbetrag entgegen. Er und seine Mitstreiter garantieren, dass das Geld da ankommt, wo es gebraucht wird.

Begeistert von der Idee der Kolpingsfamilie, die andere Hälfte der diesjährigen Weihnachtsbaum-Sammelaktion-Spenden der Städtepartnerschaft zwischen Mezöberény und Gronau zu widmen, zeigten sich Gabi Könemann, stellvertretende Vorsitzende des Sandor-Petöfi-Klubs, und Otto Lohle , Spiritus rector der Partnerschaft und Ehrenbürger von Mezöberény.

Als im vergangenen Herbst das Jugendorchester von Mezöberény und der Posaunenchor der Erlöserkirche ein gemeinsames Konzert gaben, waren sich die Gronauer Gäste unter den Zuhörern sofort einig: nächstes Jahr in Gronau. Mit der Spende der Kolpingsfamilie ist gesichert, dass ein erheblicher Teil der Buskosten für die jungen ungarischen Musikerinnen und Musiker aufgebracht werden kann. Das Jugendorchester wird also am 21. August nach Gronau aufbrechen, eine Woche lang gemeinsam mit den Kollegen und Freunden vom Ev. Posaunenchor der Erlöserkirche Gronau, Epe und die Region kennenlernen, gemeinsam proben und auftreten. Otto Lohle: „Ich war von den Socken, als ich die tolle Nachricht von der Kolping-Unterstützung gehört habe.“

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