Umrüstung auf Doppelrohrsystem startet im März
Sanierung der S 5 beginnt

Epe -

Die Umrüstung der Ölkavernen im Amtsvenn geht voran. Bereits über den Jahreswechsel wurde die Verbesserung des Sicherheitsstandards an der Kaverne S 1 durch den Einbau einer Doppelverrohrung (WN berichteten) abgeschlossen. „Die Umrüstung der S 1 und dazugehörige Funktionstests wurden erfolgreich abgeschlossen“, so Peter Dörne, Dezernent der Bezirksregierung Arnsberg, die als Bergbehörde die Arbeiten im Amtsvenn überwacht. „Die S 1 könnte damit eigentlich wieder in Betrieb gehen“, so Dörne weiter. Das werde aber erst geschehen, wenn ein neuer Sonderbetriebsplan für den Betrieb der Anlage fertiggestellt sei. Dieser Plan soll nach der jetzt erfolgten Umrüstung technische Details regeln. Darin werden unter anderem die Zyklen für die Vermessung der Kaverne oder Einzelheiten für die Überwachung der Kavernenverrohrung festgelegt.

Donnerstag, 16.02.2017, 07:02 Uhr

Die Umrüstung der Kaverne S 6 (Bild) im Gronauer Amtsvenn ist inzwischen ebenso wie die Umrüstung der S 1 abgeschlossen. Das neue Rohrsystem hat nun einen besseren Sicherheitsstandard.
Die Umrüstung der Kaverne S 6 (Bild) im Gronauer Amtsvenn ist inzwischen ebenso wie die Umrüstung der S 1 abgeschlossen. Das neue Rohrsystem hat nun einen besseren Sicherheitsstandard. Foto: Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen

Als zweiter Untertagespeicher wurde inzwischen auch die Kaverne S 6 umgerüstet. Dörne: „Die Arbeiten wurden in der vergangenen Woche abgeschlossen, zurzeit laufen dort die Funktionstests.“

Aktuell läuft auch der Umzug der technischen Geräte für die Umrüstung der Kaverne S 5. Das ist die Kaverne, aus deren Verrohrung aufgrund einer Leckage im April 2014 in 217 Meter Tiefe Öl ausgetreten ist. „Mit den vorbereitenden Arbeiten für die Umrüstung dieser Kaverne kann jetzt begonnen werden“, so Dörne. Alle Details der Maßnahme seien inzwischen auch mit den Naturschutzbehörden abgestimmt. Die eigentliche Umrüstung erfolgt nach Angaben des Dezernenten der Bezirksregierung vermutlich Mitte/Ende März.

Noch in diesem Jahr soll im Anschluss auch die bisher mit Sole gefüllte Kaverne S 3 auf das neue Rohrsystem umgestellt werden. Die S 3 wird künftig als weitere Kaverne für die Ölspeicherung dienen. Der Grund für die Aktivierung der S 3 hängt mit der Umrüstung der anderen Kavernen zusammen: Durch den Einbau einer neuen Doppelverrohrung in die bisher genutzten drei Kavernen verringert sich der Querschnitt der Verrohrung – und damit dauert das Ausspeichern des Öls im Bedarfsfall länger. Um diesen Zeitverlust zu kompensieren, wird eine vierte Kaverne in Betrieb genommen. Dörne: „Die SGW will die Ölspeicherung bis Ende 2017 wieder in Betrieb nehmen.“

Insgesamt sieht der gültige sogenannte Hauptbetriebsplan im Amtsvenn sogar fünf Kavernen für die Ölspeicherung vor. Derzeit lagern bei Epe rund 1,4 Millionen Kubikmeter Öl als Teil der nationalen Energiereserve. Die SGW hat sich jedoch vertraglich gegenüber dem Energiebevorratungsverband verpflichtet, im Bedarfsfall bis zu drei Millionen Kubikmeter einzulagern. Dafür wäre dann die Umrüstung einer weiteren Kaverne (S 14) erforderlich, die derzeit mit Sole gefüllt ist. Diese Arbeiten sollen erst 2018 erfolgen.

Die beiden neuen Kavernen (S 3 und S 14) müssen für die Nutzung als Untergrund-Ölspeicher verbunden und zudem an die Pumpstation des Ölspeichers angeschlossen werden. Von dort führt eine Leitung zu einem oberirdischen Öl-Tank in Ochtrup und zur ÖlFernleitung von Wilhelmshaven nach Köln-Wesseling.

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