Fairmobil an der Fridtjof-Nansen-Realschule
Schule einmal anders erleben

Gronau -

Zwei Tage lang war das Fairmobil an der Fridtjof-Nansen-Realschule. Ziel des Projekts ist es, die Kinder für Konfliktsituationen zu wappnen, mit denen sie im Laufe des (Schul-)Lebens unausweichlich konfrontiert werden.

Dienstag, 07.03.2017, 18:03 Uhr

Künstler-Tauziehen und Skifahrt waren zwei der Stationen, denen sich die Schüler in der Sporthalle der Schule stellten.
Künstler-Tauziehen und Skifahrt waren zwei der Stationen, denen sich die Schüler in der Sporthalle der Schule stellten. Foto: Martin Borck

Man kennt das Spiel ja: Zwei Bretter in Skigröße mit Schlaufen, in die vier oder fünf Leute ihre Füße stecken, und dann wird auf Kommando losmarschiert. Links, rechts. Simpel. Sind statt zwei aber drei Bretter vorhanden, in denen die Füße stecken – jeder Fuß eines Teilnehmers auf einem anderen Ski – wird‘s vertrackt. Dann voran zu kommen, erfordert Koordinationsgabe. Die Fünftklässler der Fridtjof-Nansen-Realschule kriegen‘s hin. Nicht genau in die Richtung, in die sie wollen, aber es klappt. Und es macht Spaß.

Zwei Tage lang war das Fairmobil an der Schule. Ziel des Projekts ist es, die Kinder für Konfliktsituationen zu wappnen, mit denen sie im Laufe des (Schul-)Lebens unausweichlich konfrontiert werden. Schule anders zu erleben, ist der Anspruch des Programms.

An mehreren Stationen in der Turnhalle gilt es für die Schülerinnen und Schüler in gemischten Gruppen, konstruktiv Aufgaben zu lösen. Das funktioniert aber nur im Miteinander. Auch wenn es manchmal so aussieht, als ob es gegeneinander geht: Zum Beispiel bei der Aufgabe, mit Kreide eine Kappe auf eine Tafel zu zeichnen. Normalerweise kein Problem. Das sieht aber anders aus, wenn man in einem Geschirr steckt, das an einem Seil befestigt ist. Am anderen Ende steckt ein weiterer Schüler. Wie beim Tauziehen versuchen die beiden Parteien mit Unterstützung von Mitschülern, die Gegner wegzuziehen, sodass sie selbst ihre Tafel erreichen können. Das Seil ist nämlich kürzer als der Abstand zwischen den beiden Tafeln. Bei allem Eifer: Es geht fair zu im spielerischen Wettkampf.

Kooperation und Strategie im Team werden bei einer anderen Aufgabe trainiert: Durch ein Netz aus Seilen, das zwischen zwei Pfosten aufgespannt ist, müssen die Schülerinnen und Schüler klettern, ohne das Netz zu berühren. Ziel ist es, dass alle auf die andere Seite gelangen.

Mit verbundenen Augen durch einen Parcours laufen – da würde man sich ohne Hilfe die Nase stoßen. Gemeinsam geht es – und genau das ist es, was die unterschiedlichen Aktionen vermitteln sollen. Teamgeist, Vertrauen, Rücksichtnahme stärken. Stellvertretender Schulleiter Christian Bauer und Schulsozialarbeiterin Natascha Eink sind zufrieden mit den Ergebnissen der Aktion, die die Schule alljährlich durchführt. Die Schüler lernen bei den anderen Eigenschaften kennen, die sie im normalen Unterricht nicht wahrnehmen, sagt auch Larissa vom Fairmobil-Team. Das Miteinander wird nachhaltig gestärkt.

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