Gronau
Alltagsintegrierte Sprachbildung

Der Volksmund sagt: Sprache ist der Schlüssel zur Welt. Um sich die Welt zu erschließen, müssen Kinder also sprechen lernen. „Die Förderung der sprachlichen Entwicklung nimmt als zentrale Bildungsaufgabe somit zu Recht einen hohen Stellenwert im Elementarbereich ein. Die in den letzten Jahren gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Praxiserfahrungen zeigen, dass es vor allem eine systematische alltagsintegrierte Sprachbildung ist, die die sprachliche Entwicklung der Kinder fördert“, heißt es dazu auf der Internetseite des NRW-Familienministeriums. Aber ist das wirklich neu? „Nein, das ist nichts Neues, das hat in der Kita immer schon stattgefunden“, sagt Sandra Kolhoff. Neu sei aber, dass die Erzieherinnen stärker für das Thema sensibilisiert werden. Sie achten verstärkt darauf, wie sie Gesprächssituationen gestalten, dass sie die Kinder anschauen, sie wertschätzen und ihnen Zeit fürs Erzählen lassen. „Wenn ein Kind ein Wort falsch sagt, soll man es nicht auf seinen Fehler hinweisen, sondern das Wort einfach noch mal richtig wiederholen. Wir haben auch schon eine Fortbildung zu dem Thema gemacht“, sagt Kolhoff. Sind die Kinder in ein Spiel vertieft, können die Erzieherinnen zusätzliches Spielmaterial einsetzen, dieses benennen und ins Gespräch bringen, nennt sie ein weiteres Beispiel. Im Alltag der Kita Astrid Lindgren ist dafür jetzt auch der Papagei Seika im Einsatz. Den gab’s nämlich als Handpuppe für die Teilnahme an der Studie geschenkt.

Freitag, 17.03.2017, 09:03 Uhr

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