Suchtpräventionstage an der Anne-Frank-Schule
Solidarität gegen Sucht

Gronau -

Beim Blick durch die Rauschbrille verschwimmt die Welt. „Schlag ein“, fordert Streetworker Olaf Reckers einen Achtklässler auf. Doch dessen Hand verfehlt ihr Ziel, denn er nimmt die Welt wahr, als hätte er 1,3 Promille Alkohol im Blut.

Mittwoch, 28.06.2017, 11:06 Uhr

Ein Schüler experimentiert mit der Rauschbrille: Er versucht einen Ball zu fangen, den ein Mitschüler ihm zuwirft. Die Referenten Sahra Pol und Olaf Reckers schauen zu.
Ein Schüler experimentiert mit der Rauschbrille: Er versucht einen Ball zu fangen, den ein Mitschüler ihm zuwirft. Die Referenten Sahra Pol und Olaf Reckers schauen zu. Foto: Frank Zimmermann

Der Einsatz der Rauschbrille war nur ein Element bei den Suchtpräventionstagen für die Achtklässler der Anne-Frank-Schule. Die Referenten Olaf Reckers (Streetworker der Stadt Gronau) und Sahra Pol (Beraterin beim Suchthilfezentrum der Diakonie) erarbeiteten mit den Jugendlichen Antworten auf Fragen wie „Was ist Sucht überhaupt?“, „Wie wird man süchtig?“ und „Wie entwickelt sich eine Abhängigkeit?“

Und während die Jungs durch die Rauschbrille blickten, befassten Mädchen sich mit Verhaltenssüchten wie Magersucht, aber auch mit der Bedeutung sozialer Medien. Eine zentrale Botschaft der Referenten: Achtet aufeinander, mischt euch ein, wenn es einem Mitschüler schlecht geht.

Das aufeinander Achten wird heute bei einem Besuch im Kletterwald vertieft.

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