50 Jahre Minigolf-Anlage
Bahnen, Bälle und Barrieren

Epe -

Es ist der Klassiker unter den Familien-Ausflugsbeschäftigungen: Minigolf. Auf der Anlage in den Eper Bülten schon seit 50 Jahren – am Samstag veranstaltet der Minigolfclub Epe einen Familientag mit Hobby-Turnier, Rahmenprogramm und „Sichttraining“.

Freitag, 30.06.2017, 08:06 Uhr

Fachsimpeln gehört bei den Club-Minigolfern dazu, auch wenn Bahnrekordhalter Georg Hilbert (M.) den Schlag ausführt. Holger Nitsche, Markus Wehmeyer und Wilfried van der Wals (v. l.) üben sich im „Sichttraining“. Wichtig beim Einlochen: die richtige Grundhaltung und locker schlagen (kl. Foto.)
Fachsimpeln gehört bei den Club-Minigolfern dazu, auch wenn Bahnrekordhalter Georg Hilbert (M.) den Schlag ausführt. Holger Nitsche, Markus Wehmeyer und Wilfried van der Wals (v. l.) üben sich im „Sichttraining“. Wichtig beim Einlochen: die richtige Grundhaltung und locker schlagen (kl. Foto.) Foto: Christiane Nitsche

Bahnen, Bälle und Barrieren: Wer sich mit ambitionierten Wettkampf-Minigolfern unterhält, erfährt schnell, worauf es ankommt. „Beim ‚großen‘ Golf geht es um die Schläger“, erklärt Sportwart Wilfried van der Wals vom 1. MGC Epe. „Beim Minigolf entscheidet der Ball.“

Mit Loch, ohne Loch, solche aus Kork, Kunststoff oder Gummi – oder sogar aus Stein: Anders als beim „Anlagenball“, den es in der Ausleihe für Hobbyspieler gibt, kann der verwendete Ball den entscheidenden Unterschied machen. Wobei auch das nur das halbe Geheimnis ist, wie Holger Nitsche weiß. „Wenn man zwei Stunden später zur selben Bahn kommt und es ist fünf Grad wärmer, sieht alles schon wieder anders aus.“

Die größten Fehler, die viele Hobby-Spieler machten: „Verkrampfte Haltung, falsche Grundstellung, zu fester Schlag“, listet er auf. Doch auch mit Anlagenbällen ließen sich „Asse“ schlagen – Einlochen mit nur einem Schlag. Bei 18 Bahnen wäre das Traumergebnis also eine 18. Die hat es in der Geschichte des Vereins noch nicht gegeben.

Offiziell hält MGC-Geschäftsführer Georg Hilbert den Bahnrekord mit 23 Schlägen. 2001 beim DMV-Pokal gegen Olympia Kiel war das. Ansporn für den Vorsitzenden, denn der hat die 23 ebenfalls letztes Jahr beim Meisterschaftsturnier geschafft.

„Inoffiziell gibt es schon die 21“, gießt Markus Wehmeyer ein wenig Öl in die Sportlerwunden. Er hat seine Kinder mitgebracht. Nicht ohne Hintergedanken: „Bis vor fünf Jahren hatten wir eine super Jugendgruppe, die auch sehr erfolgreich war“, erklärt Wilfried van der Wals. Aktuell sei der jüngste Vereinsspieler 26. Darum ist Nachwuchs sehr willkommen.

Beim morgigen Familientag leckt vielleicht der eine oder andere Blut, so die Hoffnung. Schließlich hat es auch 1978 bei Wilfried van der Wals so angefangen: „Wir kamen zu einem Publikumsturnier und da waren Leute, die hatten 120 oder 150 Bälle.“ Faszination und Ehrgeiz waren geweckt.

► Der Familientag beginnt um 13 Uhr. Alle Einnahmen kommen der Aktion Lichtblicke zugute. Die Anlage ist regelmäßig am Samstag, 14.30 bis 19 Uhr und Sonntag, 11 bis 19 Uhr geöffnet. Die Clubspieler treffen sich sonntags ab etwa 10.30 Uhr.

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