17 Helfer an der Strecke
Tour de France: THW im Einsatz

Gronau/Mönchengladbach -

Gronauer bei der Tour de France am Start? Ja. Allerdings nicht im Gelben Trikot, sondern in der blauen Arbeitskluft des Technischen Hilfwerkes. Insgesamt 17 THW-Helfer waren in Mönchengladbach als Streckenposten im Einsatz.

Montag, 03.07.2017, 17:07 Uhr

Kein Gelbes Trikot, wohl aber eine gelbe Warnweste über der blauen Arbeitskluft: THW-Helfer aus Gronau waren am Sonntag bei der Tour de France im Einsatz.
Kein Gelbes Trikot, wohl aber eine gelbe Warnweste über der blauen Arbeitskluft: THW-Helfer aus Gronau waren am Sonntag bei der Tour de France im Einsatz. Foto: Robin Reer

Die in Düsseldorf gestartete 104. Tour de France führte am Sonntag bis nach Lüttich in Belgien. Die 203 Kilometer lange Etappe verlief dabei durch 16 deutsche Kommunen, unter anderem durch Mönchengladbach, Neuss und Aachen.

Das Technische Hilfswerk (THW) als Einsatzorganisation des Bundes im Bevölkerungsschutz unterstützte den Start in Deutschland mit über 1000 ehrenamtlichen Hilfskräften entlang der Strecke – und schon Monaten vorher bei der Vorbereitung und Planung.

Zudem schickte das THW auch seine Fachberater in die Einsatzleitungen entlang der Rennstrecke, um mit der Fachkompetenz der Helfer in Blau zu beraten und über die Einsatzmöglichkeiten des THW zu informieren.

Bereit für den Notfall

Die 17 ehrenamtlichen Gronauer THW-Helfer fuhren am frühen Sonntagmorgen um 5.45 Uhr in Richtung Mönchengladbach, um ihre Einsatzorte einzunehmen. Die Aufgaben bestand insbesondere im Betrieb von Notschleusen für Rettungskräfte. Zudem waren die THWler natürlich die Bereitschaft, um bei Unglücken jederzeit sofort helfen zu können.

Auftakt Tour de France

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  • Der spanische Radrennfahrer Javier Moreno vom Team Bahrain-Merida vor dem Start.

    Foto: Bernd Thissen
  • Zahlreiche Zuschauer stehen am 01.07.2017 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) am Rande der Strecke.

    Foto: Federico Gambarini
  • Radsportfans verfolgen das Rennen.

    Foto: Bernd Thissen
  • Der deutsche Radrennfahrer John Degenkolb vom Team Trek-Segafredo startet

    Foto: Bernd Thissen
  • Der slowakische Radrennfahrer Peter Sagan vom Bora-hansgrohe Team fährt ins Ziel.

    Foto: Daniel Karmann
  • Der slowakische Radrennfahrer Peter Sagan vom Bora-hansgrohe Team fährt ins Ziel.

    Foto: Daniel Karmann
  • Der deutsche Radrennfahrer Rick Zabel vom Team Katusha fährt ins Ziel.

    Foto: Daniel Karmann
  • Der slowakische Radrennfahrer Peter Sagan vom Bora-hansgrohe Team fährt ins Ziel.

    Foto: Daniel Karmann
  • Zahlreiche Zuschauer stehen am 01.07.2017 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) am Rande der Strecke.

    Foto: Federico Gambarini
  • Zahlreiche Zuschauer stehen am 01.07.2017 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) am Rande der Strecke.

    Foto: Federico Gambarini
  • Der ehemalige Radrennfahrer Erik Zabel aus Deutschland verfolgt den Start seines Sohnes Rick.

    Foto: Bernd Thissen
  • Der europäische Trauerakt in Straßburg für den verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Kohl wird auf einer Leinwand übertragen.

    Foto: Bernd Thissen
  • Der deutsche Radrennfahrer Paul Martens vom Team Lotto NL-Jumbo wartet auf den Start.

    Foto: Bernd Thissen
  • Der italienische Radrennfahrer Daniele Bennati vom Team Movistar startet.

    Foto: Bernd Thissen
  • Der deutsche Radrennfahrer Nikias Arndt vom Team Sunweb erreicht das Ziel.

    Foto: Daniel Karmann
  • Der deutsche Radrennfahrer Emanuel Buchmann vom Bora-hansgrohe Team wartet auf den Start.

    Foto: Bernd Thissen
  • Der deutsche Radrennfahrer Nikias Arndt vom Team Sunweb wartet auf den Start.

    Foto: Bernd Thissen
  • Polizisten mit Maschinenpistolen stehen am 01.07.2017 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) vor Containern an der Strecke.

    Foto: Rolf Vennenbernd

Das THW hielt Fahrzeuge und Kräfte sowohl für Lotsendienste als auch für Lautsprecherdurchsagen vor. Mit den Lautsprecherwagen hätte die Bevölkerung vor Gefahren, etwa im Falle eines aufziehenden Unwetters, gewarnt werden können.

THW als Ansprechpartner

Außerdem standen die THW-Helfer als Ansprechpartner für Passanten und Anwohner zur Verfügung – nicht wenige hatten Fragen nach Ausweichrouten und Umleitungsmöglichkeiten für die gesperrten Straßen. Die 17 Gronauer arbeiteten in „ihrem“ etwa 1000 Meter langen Abschnitt mit insgesamt 44 THW-Helferinnen und Helfern, darunter auch Kräfte aus den THW-Ortsverbände Kempen und Herten.

Der Gronauer THW-Zugführer Torsten Lammers stand als Verantwortlicher für die Gronauer Kräfte per Funk in direktem Kontakt zum Abschnittsleiter und zur Einsatzleitung vor Ort.

Starke Regenfälle

Lammers berichtete von starken Regenfällen, die den Helferinnen und Helfern, vor allem aber auch den Tour-Fahrern, zu schaffen machten. Um 12.30 Uhr schließlich raste das Teilnehmerfeld an den Helfern in blau vorbei – nach nicht einmal drei Minuten war der Pulk der Radrennfahrer schon wieder vorüber. Die Sperrungen blieben noch länger bestehen, folgten doch noch Hunderte Fahrzeuge mit Ersatzfahrrädern, Verpflegung und Kameras.

Versorgt wurden die THW-Helfer aus Gronau nach Angaben von Lammers mit Lunchpaketen bereits am Morgen, somit musste niemand während des Rennens oder der vorher stattfindenden Passage der rund 200 Fahrzeugen der Werbekarawane seinen Posten verlassen. Alle konnten sich voll auf die Sicherungsaufgaben konzentrieren.

Erst am Abend um kurz nach 20 Uhr kehrten die Gronauer zurück zur THW- Unterkunft – nicht mit dem Rad, sondern in blauen Einsatzfahrzeugen des THW.

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