Besondere Auszeichnung
„Concordia“ ist „Gasthaus der Chöre“

Gronau -

Der Chor-Verband NRW hat der „Concordia“ jetzt den Titel „Gasthaus der Chöre“ verliehen – eine Plakette am Eingang macht das deutlich.

Sonntag, 09.07.2017, 17:07 Uhr

Rosemarie Deiters, Vorsitzende des Sängerkreises Nordwestfalen (l.) überreichte gemeinsam mit Gerhard Rockel (Vorsitzender des Gronauer Männerchores) anlässlich der Auszeichnung der Gaststätte „Concordia“ als „Gasthaus der Chöre“ Urkunde und Plakette an Sabiha Tuluk, die ihre Eltern Cevdet und Sandra Tuluk vertrat. Die Plakette   
Rosemarie Deiters, Vorsitzende des Sängerkreises Nordwestfalen (l.) überreichte gemeinsam mit Gerhard Rockel (Vorsitzender des Gronauer Männerchores) anlässlich der Auszeichnung der Gaststätte „Concordia“ als „Gasthaus der Chöre“ Urkunde und Plakette an Sabiha Tuluk, die ihre Eltern Cevdet und Sandra Tuluk vertrat. Die Plakette    Foto: Klaus Wiedau

Wenn verschiedene Chöre an verschiedenen Tagen in der Woche in der „Concordia“ proben, dann kann man das hören. Künftig können Besucher auch sehen, dass das Haus an der Eper Straße Sängerinnen und Sängern eine Heimat bietet: Der Chor-Verband NRW hat der „Concordia“ jetzt den Titel „Gasthaus der Chöre“ verliehen – eine Plakette am Eingang macht das deutlich.

Die kleine Zeremonie war am Samstag schnell erledigt: Rosemarie Deiters , Vorsitzende des Sängerkreises Nordwestfalen, überreichte zur Verleihung eine Urkunde an Gastwirts-Tochter Sabiah Tuluk. Es spreche für das Haus, dass sich Sänger hier wohlfühlten, so Deiters. Sabiah Tuluk dankte – auch im Namen ihrer Eltern – und betonte, dass es in der „Concordia“ immer eine offene Tür für kulturelle Angebote gebe. Passend zum Anlass stimmte der Männerchor noch ein Lied an: „Lebe, liebe, lache!“

In der Concordia proben derzeit neben dem Männerchor auch der Kirchenchor der St. Antonius, der Gronauer Shantychor und der Frauenchor „Klangvoll“. Für den Männerchor war die Rückkehr in das Gasthaus Anfang 2016 so etwas wie eine Heimkehr nach Hause oder ein Zurück zu den Wurzeln. Denn: Die Verbindung zwischen Chor und „Concordia“ reicht weit zurück.

1946 trafen sich die Sänger zu den ersten Proben nach dem Krieg im Hotel van Hauten an der Gildehauser Straße, weil das eigentliche Probenlokal, die Tonhalle Lilienfeld, im Krieg zerstört worden war. Durch den großen Zulauf an Sängern wurde der Saal van Hauten aber schnell zu klein, der Chor zog in die Gaststätte „Concordia“ um. Die bot mit einem großen Veranstaltungssaal ideale Voraussetzungen. Im Saal fanden in den folgenden Jahren auch die Jahreskonzerte des Chores statt. Die „Concordia“ nannte sich fortan auch „Sängerheim“, da weitere Gronauer Kirchenchöre hier ihre Proben abhielten.

Durch einen Großbrand Anfang 2000 wurde der Veranstaltungssaal der „Concordia“ zum zweiten Mal nach 1972 komplett vernichtet. Der Gronauer Männerchor stand buchstäblich auf der Straße. Mit dem Sporthotel, später in „Aristo–Hotel“ umbenannt, fand der Chor für die nächsten Jahre eine Heimat. Nachdem das Hotel Ende 2015 verkauft wurde, musste der Männerchor erneut ein Probenlokal suchen. Anfang 2016 kehrte der Chor in die „Concordia“ zurück.

Mit der Verleihung der Plakette „Gasthaus für Chöre“ unterstreicht der „Chor-Verband NRW“ den Stellenwert des Chorgesangs. Zugleich zeigen die Plaketten, dass in den Gaststätten eine freundliche Atmosphäre für Chöre herrscht.

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