Psychologischen Beratungsstelle
Zeugnistelefon für Entmutigte und Besorgte

Gronau -

In Mathe eine Fünf, in Englisch ebenso, und der Rest schien auch schon mal besser: Viele Eltern werden zum Ende des Schuljahres mit nicht allzu tollen Zeugnissen ihrer Kinder konfrontiert. Für Eltern ist es nicht ganz leicht, auf Schulnoten, die schlechter ausfallen als erwartet, angemessen zu reagieren. Einerseits fühlen sie mit und spüren die Enttäuschung ihrer Tochter oder ihres Sohnes. Oft können sich Eltern selbst lebendig an eigene unschöne Gefühle und Erfahrungen aus dem eigenen Schulleben erinnern. Andererseits möchten Eltern ihre Kinder fördern, anregen und motivieren, um bessere Leistungen zu ernten. Da platzt schon mal die Enttäuschung ganz spontan aus Eltern heraus und sie reagieren mit Schimpfe, Androhungen und Bestrafungen. Was also tun (und vielleicht auch besser lassen)?

Donnerstag, 13.07.2017, 15:07 Uhr

Nicht gerade ein Grund zur Freude sind die Zensuren auf diesem Zeugnis.
Nicht gerade ein Grund zur Freude sind die Zensuren auf diesem Zeugnis. Foto: dpa

Kinder wissen in der Regel selbst, dass ein schlechtes Zeugnis ein schlechtes Zeugnis ist. Es ist nicht notwendig, diese Tatsachen laut und mit Nachdruck den Kindern zu verkünden, denn kein Kind möchte schlechte Noten haben und braucht deshalb in erster Linie eine Portion Mitgefühl und Trost. Eltern tun gut daran, sich unterstützend zu positionieren und perspektivisch zu denken nach dem Motto: Wie können wir dich unterstützen, dass du im nächsten Halbjahr zufriedener mit deinen Noten sein kannst?

Experten empfehlen bei einem Blick aufs Zeugnis erstmal zu schauen, was denn gut gelungen ist und wo das Kind seine Stärken hat. Dafür verdient jedes Kind Lob und Anerkennung. Bei den schlechteren Noten ist es sinnvoll, eine ehrliche Ursachenanalyse gemeinsam mit dem Kind zu betreiben und dabei unter Umständen auch die Lehrer einzubeziehen.

Die Psychologische Familienberatungsstelle der Diakonie bietet ein „Zeugnistelefon“ für entmutigte Schüler, Schülerinnen und besorgte Eltern an. Am 17. Juli stehen Experten der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle in Gronau von 14 bis 16 Uhr mit ihrem Rat zur Verfügung unter ✆  02562 701110.

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