Amprion geht in die Luft
Freileitungskontrolle mit dem Hubschrauber

Gronau -

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH überprüft derzeit auch im Raum Gronau die Höchstspannungsfreileitungen vom Hubschrauber aus.

Dienstag, 18.07.2017, 11:07 Uhr

Hochspannungsleitungen im Raum Gronau werden in diesen Tagen vom Hubschrauber aus kontrolliert.
Hochspannungsleitungen im Raum Gronau werden in diesen Tagen vom Hubschrauber aus kontrolliert. Foto: Martin Borck

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH überprüft derzeit auch im Raum Gronau die Höchstspannungsfreileitungen vom Hubschrauber aus. Kontrolliert werden insgesamt rund 4500 Freileitungsmasten und etwa 1250 Kilometer Freileitungen in weiten Teilen von NRW.

Neben dem Piloten der Firma Rotorflug fliegen zwei Amprion-Mitarbeiter mit, die die eigentliche Kontrolle durchführen. Für Piloten ist die Leitungsbefliegung immer wieder eine Herausforderung, da sie zum Teil in niedriger Flughöhe sehr nahe an die Masten und Leitungen heranfliegen müssen. Bei einer Fluggeschwindigkeit von 20 bis 25 Stundenkilometer kontrollieren die Amprion-Mitarbeiter die Freileitungen. Aus der Luft sind viele Schäden leichter erkennbar als vom Boden. Sie suchen nach Seilschäden, defekten Isolatoren oder Schäden am Mastgestänge. Sie achten auf Bäume, die zu nahe an Leitungen heranwachsen, auf Reifenstapel in Mastnähe oder Plastikplanen in den Leitungen.

Die Mängel werden von den Mitarbeitern erfasst. Nach der Rückkehr werden sie ausgewertet und später durch Monteure behoben. Gravierende Mängel wie ein defekter Isolator werden sofort gemeldet und umgehend repariert.

Schon seit etwa 30 Jahren werden Freileitungen vom Hubschrauber aus kontrolliert. Es ist eine sinnvolle Ergänzung zur Revision durch Ablaufen der Leitungen und Absteigen der Maste. Ein großer Vorteil der Leitungsbefliegung ist, dass Amprion einen Überblick über das vollständige Höchstspannungsnetz erhält.

Die Höchstspannungsfreileitungen werden aber auch regelmäßig durch Amprion-Mitarbeiter abgelaufen und kontrolliert. Dabei werden Schäden am Mastfuß erfasst. Hierzu zählen etwa verbogene Maststreben oder defekte Fundamente.

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