Branchenvertreter tauschen sich im Rahmen der Tollen Woche in Enschede aus
Niederländisch-deutsches Textil-Café

Enschede -

Die Stadt Enschede veranstaltet erstmals ein grenzüberschreitendes Textil-Café: Dazu kommen am 26. September (Dienstag) deutsche und niederländische Textilunternehmer sowie Vertreter von Bildungs- und Forschungseinrichtungen der Branche im Museum Twentse Welle zusammen. Ziel ist es, sich stärker zu vernetzen. Herausforderungen wie der Fachkräftemangel sollen gemeinsam in Angriff genommen werden.

Freitag, 25.08.2017, 09:08 Uhr

Ein Blick in einen Textilbetrieb. Für viele Gronauer waren solche Arbeitsplätze über Jahrzehnte Alltag. Doch auch nach dem Strukturwandel spielt die Textilindustrie in der Region noch eine wichtige Rolle.
Ein Blick in einen Textilbetrieb. Für viele Gronauer waren solche Arbeitsplätze über Jahrzehnte Alltag. Doch auch nach dem Strukturwandel spielt die Textilindustrie in der Region noch eine wichtige Rolle. Foto: Stad Enschede

„Die Textilregion lebt und wandelt sich“, sagt Peter Schildkamp vom Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Enschede. Es gebe eine Reihe von regionalen Unternehmen, die Textilien produzieren oder vertreiben, als Zulieferer arbeiten oder ganz neue Textilien entwickeln. Was bislang fehle, sei ein grenzüberschreitendes Forum, in dem man sich dazu austauschen und gegenseitig inspirieren kann. „Diese Lücke wird jetzt mit dem ersten grenzüberschreitenden Textil-Café geschlossen“, sagt Schildkamp.

Am 26. September stehen von 16 bis gegen 19.30 Uhr Vorträge auf dem Programm wie der von der Deutschen Nathalie Bonus: Sie studierte unter anderem an der Saxion Hogeschool in Enschede. Sie hat nach ihrem Studium verschiedene Funktionen in der Textilbranche bekleidet. Momentan ist sie bei Calvin Klein Jeans in Amsterdam tätig. Bonus wirft einen Blick auf die kulturellen Unterschiede zwischen Niederländern und Deutschen.

Weitere Redner sind Hermann Stenkamp, Volkskundler und Direktor des LWL-Industriemuseums Textilwerk Bocholt, der deutsche Historiker Andreas Weber , der als Forscher an der Universität Twente arbeitet, sowie Beate Welp-Gerdes von der Schule für Modemacher in Münster. Zudem werden beim Textil-Café der Geschäftsführer der Proteq Bodygear, Fred Tijink aus Bad Bentheim und Prof. Dr. Bart Jan Ravoo von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sprechen.

Die Redner berichten über wichtige Lektionen, die sie gelernt haben, und präsentieren innovative Produkte. Außerdem wird die Vorgehensweise bei grenzüberschreitenden Themen wie dem Fachkräftemangel besprochen. Moderiert wird das Textil-Café von Dr. Johannes Reef. „Wir sind auch weiterhin auf der Suche nach deutschen Unternehmern, die gerne als Pitcher teilnehmen möchten”, sagt Peter Schildkamp. Diese können sich per E-Mail an Organisator Wouter Asveld, w.asveld@enschede.nl, wenden.

Nach den Vorträgen gibt es im Museum Twentse Welle die Möglichkeit, sich mit den Rednern auszutauschen. Die Stadt erwartet zum Textil-Café etwa 75 Teilnehmer aus Deutschland und den Niederlanden. Anmelden können sich Interessierte unter: dietollewoche.eu/de/events/textil-cafe/

Im Herbst 2016 startete die Stadt Enschede das erste Textil-Café, damals noch nur für Unternehmer aus der Region Twente. Das erste grenzüberschreitende Forum ist Teil der Veranstaltungswoche „Die Tolle Woche“.  

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