Robin Hood und sein Bummelzug im Eper Forest
Rekordergebnis eingebummelt

Epe -

Gigantisch – ein anderes Wort fiel Bummelzug-Präsident Heinz Paganetty für den Erfolg der letzten Aktion nicht ein. Der Spendenerlös übertraf alles bisher Dagewesene: 8885 Euro sammelten die Bummelzügler am Dienstag nach dem Schützenfest der Georgi-Gilde ein. Trotz des bescheidenen Wetters.

Mittwoch, 06.09.2017, 08:09 Uhr

Bei der Spendenübergabe kamen der Bummelzug-Präsident, die Mitglieder des siebenköpfigen Orgateams und Vertreterinnen der Hospizbewegung St. Josef und der Bürgerstiftung Gronau zusammen.
Bei der Spendenübergabe kamen der Bummelzug-Präsident, die Mitglieder des siebenköpfigen Orgateams und Vertreterinnen der Hospizbewegung St. Josef und der Bürgerstiftung Gronau zusammen. Foto: Martin Borck

Der Betrag geht an zwei Empfänger: die Hospizbewegung St. Josef und die Bürgerstiftung Gronau. Allerdings waren zwei große Spenden an die Auflage geknüpft, sie der Hospizbewegung zukommen zu lassen. Insofern musste in diesem Jahr von der sonst üblichen 50:50-Teilung abgewichen werden. Die Bürgerstiftung erhielt 3392,50 Euro, die Hospizbewegung 5492,50 Euro.

Mechthild Thorenz von der Hospizbewegung war platt. „Dank an alle, die gebummelt haben“, sagte sie am Montagabend bei der Spendenübergabe im Hotel Schepers . „Wir können das Geld gut gebrauchen.“ Es gebe eine starke Nachfrage bei der Begleitung Sterbender, auch die Trauergruppen werden stark nachgefragt. „Wir müssen neu ausbilden“, sagte Thorenz. Genug Ehrenamtliche finden sich, doch sie müssen ausgebildet werden, und (nicht nur) das kostet Geld. „Der aktuelle Kurs ist mit 18 Teilnehmer gut gefüllt“, sagte sie.

Kyra Prießdorf dankte im Namen der Bürgerstiftung. Sie sprach den Bummelzüglern Anerkennung zu ihrem Erfolg aus. „Wir wissen, wie schwer es ist, Geld zu sammeln.“ Das Geld wird für die vielfältigen Aktivitäten der Stiftung eingesetzt.

Die 24 Bummelzügler waren in diesem Jahr als Robin Hood und seine Bande unterwegs. Auf den Straßen im Dorf hielten sie wegelagerermäßig Autos an und baten um Spenden. Doch es wurde nicht nur im Ortskern gesammelt. „Wir hatten ja schon Beschwerden bekommen, dass wir nicht im ganzen Dorf unterwegs sind. Darum haben wir unseren Wirkungskreis erweitert und eine Abordnung per Auto zu einigen Firmen geschickt“, so Paganetty. Volker Himmel vom Orga-Team ergänzt: „Dort lagen die Spendengelder schon bereit. Doppelte Spenden – denn im letzten Jahr waren wir ja nicht da.“

Auch Willi Thörner, der den Bummelzug alljährlich mit Utensilien wie den passenden Spendenboxen ausstattet, war über die Spendenfreudigkeit überrascht. Als er die Dosen aufschraubte, quollen die Geldscheine nur so heraus. Und nicht nur die mit den kleinen Werten . . .

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