Kinderrechtsexperte Benjamin Pütter stellt in der Stadtbücherei sein neues Buch vor
Auftakt der Fairen Woche

Gronau -

Ein besonderer Gast kommt am Montag (11. September) um 19 Uhr in die Stadtbücherei Gronau: Benjamin Pütter. Zum Vortrag des Kinderrechtsexperten – pünktlich zum Beginn der Fairen Wochen – lädt die Steuerungsgruppe Fairtrade der Stadt Gronau ein. Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen nimmt die Stadtbücherei entgegen, 02562 12442.

Donnerstag, 07.09.2017, 09:09 Uhr

Benjamin Pütter
Benjamin Pütter Foto: privat

Ein besonderer Gast kommt am Montag (11. September) um 19 Uhr in die Stadtbücherei Gronau: Benjamin Pütter . Zum Vortrag des Kinderrechtsexperten – pünktlich zum Beginn der Fairen Wochen – lädt die Steuerungsgruppe Fairtrade der Stadt Gronau ein. Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen nimmt die Stadtbücherei entgegen, ✆ 02562 12442.

Der Freiburger Benjamin Pütter hat viele Jahre für Misereor gearbeitet und ist seit 2015 als Berater für das Kinderhilfswerk „Die Sternsinger“ tätig. Im Gepäck hat er sein neues Buch „Kleine Hände – großer Profit“ zum Thema Kinderarbeit. Er arbeitet investigativ, nicht nur vom Bürostuhl aus. Rund 80 Mal war er aktiv im Kampf gegen die Kinderarbeit in Indien.

Vielleicht fragen sich manche, was Kinderarbeit bedeutet. Kinderarbeit bedeutet, wenn eine Person unter 14 Jahren nicht in die Schule gehen darf, weil sie arbeiten muss. Rund 200 Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren weltweit müssen den ganzen Tag arbeiten, schätzt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.

Benjamin Pütters Job ist nicht ganz ungefährlich: Für seine Inkognito-Ermittlungen in indischen Steinbrüchen erhielt er in der Vergangenheit Morddrohungen. Er wird erklären, warum Kinderarbeit wieder zugenommen hat und was man dagegen tun kann. Jede Person kann einen kleinen Teil dazu betragen, indem sie sich Gedanken beim Einkaufen macht. Die Fragen „Woher kommen die Produkte und unter welchen Bedingungen wurden sie hergestellt?“, sollte man sich stellen. Laut Aussage von Pütter trifft der Kampf gegen Kinderarbeit immer noch auf viele Widerstände. Er selbst hat auch den Verein Xertifix gegen Kinderarbeit in Indien gegründet. Wünschenswert wäre in seinen Augen, dass sich Menschen in Deutschland fragen, ob ein Produkt, das sie kaufen möchten, nicht durch Kinderarbeit produziert wurde. Dies kann zum Beispiel durch ein entsprechendes Siegel garantiert werden.

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