Flipperverein lädt zum Tag der offenen Tür ein
Freispiel für alle

Gronau -

Vor rund einem Jahr gründete eine Handvoll Gleichgesinnter den gemeinnützigen Verein „Pinball4Fun“, der sich der Pflege des Flipper-Spiels verschrieben hat. An der Thiesheide haben die Flipperfreunde in einer ehemaligen Gaststätte ihr Vereinslokal eingerichtet.

Dienstag, 12.09.2017, 08:09 Uhr

„Pinball4Fun“: Der Name ist Programm für die vier Vereinsgründer (v. l.) Günter „Max“ Morlock, Mario Böhmer, Thomas Engelke und Siegfried Aulenkamp.
„Pinball4Fun“: Der Name ist Programm für die vier Vereinsgründer (v. l.) Günter „Max“ Morlock, Mario Böhmer, Thomas Engelke und Siegfried Aulenkamp. Foto: Christiane Nitsche

Es ist ein bisschen wie bei einer kleinen Epidemie: Am Anfang waren sie vier große Jungs, die Spaß am gleichen Spiel hatten: Günter „Max“ Morlock, Mario Böhmer , Siegfried „Siggi“ Aulenkamp und Thomas Engelke haben im Laufe der Jahre nicht nur ihre Familien mit dem Flippervirus infiziert. Vor rund einem Jahr gründeten sie mit einer Handvoll Gleichgesinnter den gemeinnützigen Verein „Pinball4Fun“, der sich der Pflege des Geschicklichkeitsspiels mit den amerikanischen Traditionsgeräten verschrieben hat.

„Wir haben uns gegründet, weil es diese alten Automaten nicht mehr gibt“, erklärt Max Morlock , „wir die aber gerne spielen.“ Dass sie damit nicht allein sind, beweist die Mitgliederstatistik: Nach einem Jahr zählt der Verein rund 50 Mitglieder. Am 7. Oktober (Samstag) stellt sich der Verein bei einem Tag der offenen Tür vor.

An der Thiesheide haben die Flipperfreunde in einer ehemaligen Gaststätte ihr Vereinslokal eingerichtet. Sinniger hätte die Wahl der Räume kaum sein können – schließlich standen früher in praktisch allen Kneipen und Gaststätten Flipper und andere Geschicklichkeitsautomaten. Kaum einer aus der Generation der „Baby Boomer“, der nicht irgendwann mit schnellen, kalkulierten Schlägen auf die rechts und links am Gerät angebrachten „Flipper“ versuchte, die verchromte Metallkugel im Spiel zu halten und beim Lauf über Rampen, durch Tunnel und Karussells, gegen Schlagtürme, Federn und Kontakte zu beherrschen.

Ein Blick durch die Räume der „Pinball-Lounge“ ist denn auch wie ein Streifzug durch die Historie der Automaten – angefangen vom 1949 gebauten „Hot Rods“, der noch ganz ohne die seitlichen Flipper auskam, dafür aber mit schönen Holzarbeiten und zeitgenössischen Farben und Formen punktet.

Der Fantasie sind beim Flipperspielen kaum Grenzen gesetzt – weder beim Design, noch bei der Ausstattung mit Musik- und elektronischen Effekte. So überrascht es kaum, dass sich bei den vierzehntäglichen Vereinstreffen längst nicht nur „große Jungs“ treffen. „Wir haben rund 35 Familienmitgliedschaften“, erzählt der Vereinsvorsitzende Thomas Engelke. „Es sind auch immer viele Kinder da“, betont er. „Und die spielen dann auch mit – mit Fußhocker.“

Oft kommen Schnuppergäste, die dann per Tagesmitgliedschaft die Möglichkeit bekommen, sich an den Geräten auszuprobieren und das Vereinsleben kennenzulernen – manche gar aus dem Ruhrgebiet oder den Niederlanden. Entscheidend dabei: „Es geht nicht um ein Glücksspiel“, erklärt Max Morlock. „Das sind keine Gewinnspielautomaten.“ Mario Böhmer ergänzt: „Mit einer Spielhalle haben wir rein gar nichts zu tun.“

So soll auch beim Tag der offenen Tür am 7. Oktober (Samstag) „alles auf Freispiel“ stehen, wie Max Morlock betont. „Wir wollen uns einfach präsentieren.“ Damit es aber einen sportlichen Anreiz gibt, werden auf einigen Geräten im Stundentakt Highscores ermittelt. „Die Gewinner bekommen dann jeweils kleine Preise in Form von Getränkegutscheinen oder freie Tagesmitgliedschaften“, so Siggi Aulenkamp. Und wer nur gern zusieht, kann das bei Kaffee, Kuchen, Gegrilltem oder Kaltgetränk tun. Geöffnet ist an diesem Tag von 11 bis 22 Uhr. 

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