Zwölf Feuerwehrleute üben im Trainingscenter am Flughafen Enschede
Eine volle Ladung Feuer

Enschede -

Anschauliche Videos gibt es genug im Internet. Es brennt ein Wohnhaus, eine Industriehalle oder ein anderer Gebäudekomplex. Man sieht am Anfang meistens nur Rauch aus Öffnungen hervorquellen. Kommt Luft und Sauerstoff hinzu, kommt es häufig zu einer Durchzündung. Feuerwehrleute sprechen dann von einem Flash-Over, einem Roll-Over oder einem Backdraft. Hierbei entstehen je nach Ereignis Temperaturen von 500 bis 2500 Grad Celsius.

Montag, 02.10.2017, 06:10 Uhr

Direkt von vorne kommt in diesem Fall das Feuer.
Direkt von vorne kommt in diesem Fall das Feuer. Foto: Pascal Vlutters/Feuerwehr Gronau

Es nützt den Feuerwehrleuten natürlich wenig, sich nur Videos anzuschauen und daraus zu lernen. In der Wirklichkeit ist es dann oft anders und die Hitze und der Stress, der automatisch bei einem Einsatz entsteht, können am Computer nicht simuliert werden.

Am Flughafen in Enschede gibt es ein Trainingscenter für Feuerwehrleute, in dem spezielle Heißübungen durchgeführt werden können. Zwölf Feuerwehrleute aus Gronau und Epe nahmen jetzt an so einem Lehrgang teil. Mirco Lammers und Christoph Flucht haben beide die Befähigung, Feuerwehrleute in der sogenannten Heißausbildung zu führen.

Nach einer kurzen Einweisung ging es für die ersten sechs Feuerwehrmänner in den Brandcontainer. Dort wurde Holz im vorderen Bereich angezündet und schon nach kurzer Zeit entwickelte sich ein Vollbrand und der Container füllte sich mit heißem Rauch.

Als eine Tür geöffnet wurde, konnten die Teilnehmer sehen, wie die Luft vom Feuer eingezogen wurde und sich der Brandrauch entzündete und über die Köpfe der Feuerwehrleute hinwegzog. Ohne die passende Schutzkleidung und die Atemschutzgeräte würde kein Feuerwehrmann diese Situation überleben. Nach 20 Minuten verließen die Kameraden den Container. Anschließend besprachen sie das Erlebte.

In einem weiteren Container wurde die Strahlrohrtechnik geübt. War früher die Devise viel hilft viel, so wird heute mit Löschtechnik und möglichst wenig Wassere versucht, der Durchzündung und dem Feuer Herr zu werden. Jeder musste hier so lange üben, bis er die Technik beherrschte.

In einer weiteren Übungsanlage waren eine Vielzahl von Containern aneinandergereiht aufgebaut. Mit Gas sowie festem Brennstoff wurden Brände simuliert, die es nach dem gelernten Prinzip zu bekämpfen gab.

In den Niederlanden ist es für alle Atemschutzgeräteträger jährliche Pflicht, an einer Realbrandausbildung teilzunehmen.

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