Jörg Stauvermann ausgezeichnet
Preisgekrönte Kreativität

Gronau/Wyk auf Föhr -

Kreatives Potenzial im Dreierpack: Gleich mehrere Arbeiten des gebürtig aus Gronau stammenden Kreativ-Direktors Jörg Stauvermann sind jetzt vom Rat für Formgebung mit dem German Design Award 2018 ausgezeichnet worden.

Dienstag, 31.10.2017, 06:10 Uhr

Der gebürtige Gronauer Jörg Stauvermann lebt heute mit seiner Familie in Wyk auf Föhr. Der Rat für Formgebung zeichnete Stauvermann jetzt für mehrere seiner kreativen Arbeiten aus.
Der gebürtige Gronauer Jörg Stauvermann lebt heute mit seiner Familie in Wyk auf Föhr. Der Rat für Formgebung zeichnete Stauvermann jetzt für mehrere seiner kreativen Arbeiten aus. Foto: privat

So erhält Stauvermann, der heute mit seiner Frau und drei Kindern in Wyk auf Föhr lebt, für das Logo, das er anlässlich des Telemannjahres 2017 entworfen hat, den German Design Award 2018 in der Kategorie „Corporate Identity“. Weitere Auszeichnungen gibt es für ein von Stauvermann entworfenes Erscheinungsbild für das Düsseldorfer Architekturbüro BTAD, für das Editorial Design des „Blauen Buches“ der Landmaschinenfirma Lemken. Das Corporate Design des Architekturbüros Grotheer Architektur (Wyk auf Föhr) ist zusätzlich nominiert worden.

Preise zu gewinnen, ist für Stauveremann keine neue Erfahrung. Unter anderem wurde er nominiert für den German Brand Award 2016, und den German Design Award 2013. Gewonnen hat er den German Design Award 2015, den Europäischen Designpreis 2014 in Bronze, den Red Dot Communication Design Award 2011 und If Communication Design Award 2005.

Erscheinungsbilder für Unternehmen und/oder Organisationen zu entwickeln, ist neben der Gestaltung von Ausstellungen einer der Schwerpunkte, denen sich der seit dem Jahr 2000 selbstständig arbeitende Kreativdirektor verschrieben hat. „Das funktioniert deutschlandweit“, so Stauvermann im Gespräch mit der WN-Redaktion. Und zwar mit Erfolg. Erst vor Kurzem belegte er mit seinem Entwurf (gemeinsam mit der Bergzwo GmbH, Berlin) für eine Sonderausstellung zum 70. Geburtstag des 1. FC Köln einen bemerkenswerten zweiten Platz. Beteiligt hat er sich (gemeinsam mit der Kessler & Co GmbH aus Mülheim) auch an der Ausschreibung zur Neugestaltung der Ausstellung für das Gronauer Rock´n´Popmuseum – auch wenn der Auftrag am Ende nach Hamburg ging.

Überhaupt ist die Verbindung zu seiner Heimatstadt Gronau, in der Stauvermanns Eltern leben, nie wirklich abgerissen. Mehrmals im Jahr ist er schon aus diesem Grund in der alten Heimat, in der er 1971 zur Welt kam.

Die schulische Ausbildung schloss Stauvermann 1991 mit dem Abitur am Werner-von-Siemens-Gymnasium ab. Aus dieser Zeit stammen auch die Kontakte zu Mitschülern wie Ratan Jhaveri, Michael Reinermann, Jochen Schroot oder Uli Kochinke, die bis heute ebenso bestehen, wie auch die Verbindung zu Otto Lohle von der Kulturbüro GmbH. Nur am Rande: Beim ersten Gronauer Jazzfest im Jahr 1989 stand Stauvermann mit seiner Band „Atavacoi“ auf der Bühne der Jazzfabrik in der Bahnhofstraße.

Nach Zivildienst und einer Ausbildung zum Möbelschreiner in Emsdetten studierte Jörg Stauvermann Design an der Folkwang-Schule Essen, zeitweise in Kopenhagen und Paris, und zuletzt an der Köln International School of Design. Verantwortliche Tätigkeiten im Grafikbereich einer Computerspielefirma und bei einer Essener Agentur schlossen sich an, ehe Stauvermann sich 2000 selbstständig machte.

Und was verschlägt einen Westfalen, mit Studienwurzeln (und Geschäftskunden) in Rheinland und Ruhrgebiet nach Wyk auf Föhr? „Zum einen kommt die Verbindung zum Norden über meine aus Hamburg stammende Frau zustande“, sagt Stauvermann. Zu zweit – und später mit den Kindern – bereisten sie alle Inseln an der Nordseeküste, die ihnen auch unter gesundheitlichen Gesichtspunkten ein gutes Zuhause zu sein schienen. Dass es letztlich Föhr wurde, hat pädagogische Gründe, wie Stauvermann bekennt: „Föhr ist die einzige Insel, die die Möglichkeit bietet, das Abitur zu machen. Als Tochter Mia im Jahre 2008 eingeschult werden sollte, fiel deshalb die Entscheidung für Wyk auf Föhr.“

„Seine“ Insel temporär zu verlassen, ist indes für Stauvermann – er ist Mitglied im Verband der Ausstellungsgestalter in Deutschland – kein Problem. Und so wird er auch am 9. Februar nicht auf Föhr sein, sondern in Frankfurt, wo im Rahmen der renommierten Konsumgüter-Messe „Ambiente“ die Auszeichnung mit dem German Design Award stattfindet. Jörg Stauermann hat schließlich gleich mehrere gute Gründe, am Festakt teilzunehmen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5256947?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Besser an der Mensa parken
Rund um das Universitätsklinikum ist es alles andere als einfach, einen Parkplatz zu finden. Mehr als 10 000 Beschäftigte und Tausende Besucher steuern dass UKM täglich an.
Nachrichten-Ticker