Moderne Medizin
Europaweit gefragte Kompetenz

Gronau/Kreis Borken -

Die Beratung über aktuelle Fragen der Wirtschaftsförderung mit Stichworten wie Breitbandausbau, Digitalisierung, Automatisierungstechnik und Energieeffizienz standen jetzt im Fokus einer Sitzung des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG), die in Gronau stattfand.

Donnerstag, 16.11.2017, 22:11 Uhr

Der Aufsichtsrat der WFG vor Ort: Der Geschäftsführer des St.-Antonius-Hospitals, Gronau Ludger Vormann (5.v.r.), sowie Chefarzt Dr. Jörn H. Witt (8.v.l.) informierten die Mitglieder des Aufsichtsrates der WFG unter Leitung von Landrat Dr. Kai Zwicker (2.v.r.) über aktuelle Fragen der Gesundheitswirtschaft sowie über die hohe Kompetenz im Bereich des von Robotern unterstützten Operierens. Mit dabei u. a. auch Gronaus Bürgermeisterin Sonja Jürgens (3.v.r.) und WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider (2.v.l.).
Der Aufsichtsrat der WFG vor Ort: Der Geschäftsführer des St.-Antonius-Hospitals, Gronau Ludger Vormann (5.v.r.), sowie Chefarzt Dr. Jörn H. Witt (8.v.l.) informierten die Mitglieder des Aufsichtsrates der WFG unter Leitung von Landrat Dr. Kai Zwicker (2.v.r.) über aktuelle Fragen der Gesundheitswirtschaft sowie über die hohe Kompetenz im Bereich des von Robotern unterstützten Operierens. Mit dabei u. a. auch Gronaus Bürgermeisterin Sonja Jürgens (3.v.r.) und WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider (2.v.l.). Foto: WFG

Zuvor besuchten die Aufsichtsratsmitglieder das St.-Antonius-Hospital und diskutierten mit Geschäftsführer Ludger Vormann über Fragen des Gesundheitswesens und der Gesundheitswirtschaft.

Vormann machte, das geht aus einem WFG-Bericht hervor, insbesondere auf die Bedeutung des Hospitals als Wirtschaftsfaktor aufmerksam. Er verwies aber ebenso auf die Anforderungen, die ein modernes Krankenhaus zu erfüllen habe: leistungsfähige Gesundheitsversorgung, moderne Medizintechnik, qualifiziertes und den Patienten zugewandtes Personal. Zugleich seien aber auch die Kostenstrukturen und die Vorgaben der Krankenkassen einzuhalten. Zwischen diesen Rahmenbedingungen bewege sich das St.-Antonius-Hospital auf einem zukunftsorientierten Weg. Vormann: „Wir sind leistungsmäßig und fachlich sehr gut aufgestellt.“ Dabei könne das Hospital auf besondere Stärken verweisen, die es in dieser Weise anderswo nicht gebe, wie etwa das roboterassistierte Operieren. Vormann: „Dabei können beispielsweise auch Experten sogar aus Übersee mit einbezogen werden. All das geschieht zum bestmöglichen Wohl unserer Patienten.“

Der Chefarzt der Urologie, Dr. Jörn H. Witt, informierte über das von ihm vor über zwölf Jahren initiierte von Robotern unterstützte minimal invasive Operieren. Das St.-Antonius-Hospital sei aufgrund seiner hohen fachlichen und technischen Kompetenz europaweit führend auf diesem Gebiet. Wie dies in der Praxis erfolgt, konnten die Aufsichtsratsmitglieder per Live-Übertragung einer Operation am Bildschirm verfolgen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der WFG zeigten sich beeindruckt von den technischen Möglichkeiten im Bereich der roboterassistierten Medizintechnik. Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Dr. Kai Zwicker lobte ausdrücklich das besondere Engagement des Krankenhauses und die damit verbundene ausgezeichnete medizinische Leistungsfähigkeit: „Sie sind damit Vorbild für andere und zugleich Beweis dafür, dass medizinische Versorgung im ländlichen Raum durchaus besondere Qualität haben kann.“

Die Aufsichtsratsmitglieder, überwiegend Bürgermeister und Mitglieder des Kreistages Borken, nutzten die Gelegenheit, auch allgemeine Fragen des Gesundheitswesens anzusprechen, etwa den Ärztemangel, die Ärzteversorgung im ländlichen Raum, die Möglichkeiten der Telemedizin und die Wettbewerbssituation im Gesundheitswesen. „Ein beeindruckender Besuch, der uns allen interessante Erkenntnisse gebracht hat“, so das Resümee von Landrat Dr. Kai Zwicker. Auch Gronaus Bürgermeisterin Sonja Jürgens machte deutlich, dass das St. Antonius-Hospital den guten Namen von Gronau weit über die Region hinaus trage: „Immer wieder kommen Besucher von weit her, um sich über die leistungsfähige Medizintechnik, über die das Krankenhaus in Gronau verfügt, zu informieren. Für unsere Stadt ist das Krankenhaus ein wichtiger Standortfaktor.“

In der anschließenden Sitzung behandelte der Aufsichtsrat eine umfangreiche Tagesordnung. Dabei ging es um aktuelle Fragen der Breitbandversorgung im Kreis Borken, um die Anforderungen der Digitalisierung im Mittelstand sowie um Projektarbeiten in den Bereichen Robotik und Automatisierungstechnik. Weitere Themenfelder waren die Förderung der Energieeffizienz sowie Beiträge zum Klimaschutz. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Dr. Heiner Kleinschneider, gab zudem einen umfassenden Überblick über laufende Projekte und über die Einbindung der WFG in landesweite Initiativen.

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