Musikklasse an der Gesamtschule: Förderverein unterstützt Anschaffung von Instrumenten
Aufeinander hören

Gronau -

Die Gronauer Gesamtschule am Donnerstagmorgen: Ein ganzer Pulk Kinder strömt in den Musikraum 2. Etliche von ihnen tragen große Koffer auf dem Rücken. Instrumentenkoffer, wie sich herausstellt: Saxofone und Posaunen kommen zum Vorschein. Keyboards und das Schlagzeug stehen schon im Raum. Querflöten, Klarinette, E-Gitarren und E-Bass ergänzen das Instrumentarium. Die Kinder – allesamt Schülerinnen und Schüler der Klasse 5B – kommen zu einer Probe zusammen. Die Klasse ist nämlich etwas Besonderes: Alle Kinder spielen mindestens ein Instrument. Zusammen bilden sie die Bigband der Gesamtschule.

Samstag, 16.12.2017, 11:12 Uhr

Die 5B der Gesamtschule ist eine Musikklasse. Alle Schülerinnen und Schüler spielen mindestens ein Instrument. Gemeinsam bilden sie eine Bigband. Musiklehrer Christian Manchen leitet sie.
Die 5B der Gesamtschule ist eine Musikklasse. Alle Schülerinnen und Schüler spielen mindestens ein Instrument. Gemeinsam bilden sie eine Bigband. Musiklehrer Christian Manchen leitet sie. Foto: Martin Borck

Musiklehrer Christian Manchen ist der Leiter. „Bei der Schulanmeldung konnte angegeben werden, ob die Kinder an dem Projekt teilnehmen wollen“, sagt er. Vorkenntnisse waren nicht erforderlich. Damit alle Teilnehmer die gleichen Voraussetzungen haben, lernen Kinder, die schon ein Instrument spielen, in der Musikklasse ein anderes neu. Mit der Musikschule Gronau gibt es eine Kooperation.

„Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, denenzufolge Schülerinnen und Schüler in Musikklassen ein besseres Sozialverhalten aufweisen“, sagt Manchen. „Schließlich müssen sie beim gemeinsamen Spielen sensibel sein und aufeinander hören.“ Synergieeffekte, die gerne mitgenommen werden.

Ohne die Unterstützung des Fördervereins würde das Projekt jedoch nicht verwirklicht werden können. „Wir haben Instrumente für 3500 Euro angeschafft“, sagt Stephan Hopp , der Vorsitzende des Fördervereins. Durch die finanziellen Beiträge des Vereins werden die Instrumente in Schuss gehalten. Auch Hopp ist von dem Nutzen des Projekts überzeugt. Ihm gefällt vor allem, dass die Kinder gemeinsam daran arbeiten, etwas auf die Beine zu stellen.

Beim Tag der offenen Tür hatte die Bigband schon ihren ersten Auftritt. Und bei der Probe am Donnerstag sind die Kinder mit Feuereifer und konzentriert bei der Sache.

„Das Projekt ist erstmal auf zwei Jahre angelegt“, sagt Manchen. „Doch wir würden uns eine Verlängerung auf vier Jahre wünschen.“ Eine seiner Kolleginnen ist schon für eine Fortbildung angemeldet, die sie zur Leitung der Bigband befähigen soll, eine zweite will diesen Schritt ebenfalls gehen.

Und die Kinder selbst? Finden sie es gut, gemeinsam Musik machen zu können? „Na klar“, ruft eine Schülerin sofort. „Sonst wären wir ja nicht hier.“ Auch wieder wahr . . .

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