Bildervortrag von Georg Frieler
Ära der Gronauer Textilindustrie wird in Bildern wieder lebendig

Gronau -

Kaum etwas war ab dem 19. Jahrhundert für die Wirtschaft des Grenzlandes prägender als die Textilindustrie. Eine Kooperationsveranstaltung des Bürgervereins Dinkelaue Gronau-Epe und der Euregio-VHS lässt diese Epoche in Bildern wieder lebendig werden. Referent Georg Frieler lädt dazu am 22. Februar (Donnerstag) ab 18 Uhr in die Stadtbücherei ein.

Dienstag, 23.01.2018, 13:01 Uhr

Georg Frieler 
Georg Frieler  Foto: Klaus Wiedau

Kaum etwas war ab dem 19. Jahrhundert für die Wirtschaft des Grenzlandes prägender als die Textilindustrie. Der Raum Gronau und Epe bildete seinerzeit das beherrschende Textilzentrum im damaligen Kreis Ahaus. Eine Kooperationsveranstaltung des Bürgervereins Dinkelaue Gronau-Epe und der Euregio-VHS lässt diese Epoche in Bildern wieder lebendig werden. Referent Georg Frieler lädt dazu am 22. Februar (Donnerstag) ab 18 Uhr in die Stadtbücherei ein.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren die Hauswebereien-Kleinbetriebe nicht mehr zu halten, da sie mit den dampfbetriebenen Fabrikanlagen in England und den Niederlanden nicht konkurrieren konnten. 1854 schließlich begann mit der Gründung der Firma M. van Delden die Industrialisierung in Gronau. Die Eröffnung der Bahnlinie Dortmund-Holland im Jahr 1875 verhalf der hiesigen Textilindustrie zu weiterem Aufschwung. Zeichnete sich ab 1965 bereits ein allmählicher Rückgang dieser einstmals blühenden Branche ab, so brach dieser Industriezweig ab 1982 schließlich ganz zusammen. Grund dafür war unter anderem die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit mit den sogenannten Niedriglohnländern.

Der enorme Einfluss der Textilindustrie in Gronau und Epe hat Spuren hinterlassen. Viele Restgebäude, Villen und Werkswohnungen prägen noch heute das Ortsbild und sind es wert, entdeckt und erkannt zu werden.

Der Vortrag erhebt nicht den Anspruch, eine umfassende geschichtliche Dokumentation zu sein. Mit diesem heimatkundlichen, bildunterstützten Vortrag möchten die Veranstalter Bürgern die Möglichkeit bieten, Rückschau zu halten, sich die vergangenen „Textilzeiten“ bewusst in Erinnerung zu rufen und sie in Gesprächen ein wenig lebendig werden zu lassen.

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