Gronau
Grundsteuern und Einheitswert

Die Materie ist nicht ganz einfach. Zwar müssen die meisten Haus- und Grundstücksbesitzer die Grundsteuer A oder B entrichten, auch die Mieter finden sie auf ihrer Nebenkosten-Abrechnung, doch nur wenige wissen wirklich, was sich dahinter verbirgt.

Samstag, 27.01.2018, 09:01 Uhr

Grundsteuer A: steht für agrarisch, betrifft also ausschließlich die Land- und Forstwirtschaft.

Grundsteuer B: steht für baulich. Bezieht sich also auf jeden bebaubaren Grund und Boden, der nicht landwirtschaftlich genutzt wird.

Privatpersonen werden grundsätzlich zur Grundsteuer B veranlagt.

Einheitswert: Hier wird‘s ganz kompliziert. Dahinter steht „der Wert für bebaute und unbebaute Grundstücke zu einem bestimmten Stichtag.“ Dieser Stichtag ist in Westdeutschland der 1. Januar 1964, in Ostdeutschland der 1. Januar 1935. Und damals galt als Währung noch die D-Mark. Die Berechnung nimmt das Finanzamt vor.

Für unbebaute Grundstücke wird die Quadratmeterzahl mit dem Bodenwert zum 1. Januar 1964 multipliziert.

Und für bebaute Grundstücke lautet die Rechnung: Quadratmeter des Gebäudes x Jahresrohmiete zum Stichtag 1.1.1964 x 12 x Vervielfältiger (in NRW wurde der auf 13 festgelegt). Bei den Gebäuden ist dann noch das Alter, die Lage und die Ausstattung von Bedeutung. Neue Gebäude werden durch den Stichtag 1964 in ihrem Wert runtergerechnet.

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