Michel Roßkamp geht in die USA
Die Wundertüte Stipendium

Gronau -

Die bevorstehende Reise hat für Michel Roßkamp so ein wenig was von einer Wundertüte: Er weiß, dass etwas drin ist – aber nicht was. Der 15-jährige Gymnasiast hat die Zusage für ein einjähriges Stipendium in den USA. Los gehen soll es im August. Das genaue Ziel aber stellt sich erst im Laufe der nächsten Wochen heraus.

Dienstag, 06.02.2018, 07:02 Uhr

Auf zum Stipendium in die USA macht sich im August Michel Roßkamp. Franziska Bakenecker hofft im nächsten Jahr auf solch eine Gelegenheit. Lehrerin Birte Hofmann (l.) drückt beiden Gymnasiasten die Daumen.
Auf zum Stipendium in die USA macht sich im August Michel Roßkamp. Franziska Bakenecker hofft im nächsten Jahr auf solch eine Gelegenheit. Lehrerin Birte Hofmann (l.) drückt beiden Gymnasiasten die Daumen. Foto: Susanne Menzel

Bereits vor zwei Jahren, da war er gerade einmal 13, hatte Michel Roßkamp für sich klar: Ein Auslandsaufenthalt käme auch für ihn sicherlich mal in Frage: „Ich habe meinen Eltern das dann während eines Urlaubs erzählt. Da war gerade eine Freundin meines älteren Bruders nach Amerika gegangen. Meine Eltern waren zunächst von meinem Entschluss überrascht, haben ihn dann aber mitgetragen.“

Wieder daheim, hat der Werner-von-Siemens-Schüler eifrig Bewerbungen ausgefüllt. Letztes Jahr kam er noch nicht zum Zuge, dieses Jahr hat er die Stipendium-Zusage vom Bundestag für den Wahlkreis 124/Borken II dann bekommen.

Seine Ansprechpartnerin ist die SPD-Abgeordnete Ingrid Arndt-Brauer . „Sie hat uns die gute Nachricht telefonisch mitgeteilt und auch schon zwei Mal versucht, mich zu sprechen. Leider war ich bei ihrem Anruf jeweils beim Sport und nicht zu Hause“, bedauert Michel Roßkamp.

Seine Eltern, aber auch Freunde und Klassenkameraden hätten sich mit und für ihn gefreut. „Die meisten finden es cool, dass ich das mache.“ Bis er allerdings dann im Spätsommer endgültig den Flieger besteigen kann, steht noch einiges an Pflichtprogramm für den Jugendlichen auf der Agenda: „Ich muss acht Vorbereitungs-Aufsätze von je 100 Wörtern in englischer Sprache verfassen, die ein wenig Aufschluss über meine Persönlichkeit und meine Fähigkeit zur Konfliktlösung geben sollen“, erzählt der Gronauer.

Außerdem steht im Mai noch ein siebentägiges Vorbereitungstreffen in Würzburg mit allen Stipendiaten an. Michel Roßkamp: „Da werden wir mehr darüber erfahren, worauf wir achten müssen, welche Regeln und Gesetze es besonders zu befolgen gilt.“

Sich ansonsten großartig vorher etwas anzulesen, macht nach Ansicht des 15-Jährigen „wenig Sinn, weil die Vorschriften ja doch von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich sind. Auch die Mentalität ist beispielsweise an der Westküste eine andere als die an der Ostküste. Und meinen Aufenthaltsort kenne ich ja halt noch nicht“.

Dass die politische Lage in seinem Gastland manchmal aus deutscher Sicht so ein wenig schwankend ist, bereitet ihm kein Kopfzerbrechen: „Es waren schon einige von unserer Schule in den USA. Und sie haben gesagt, dass man wenig von der Politik mitbekommt, wenn man dort ist.“

Die Zweite im Bewerberreigen am Werner-von-Siemens-Gymnasium um ein Stipendium, Franziska Bakenecker, ist in diesem Jahr leider nicht zum Zuge gekommen: „Ich hoffe, dass ich 2019 dabei bin“, sagt die 15-jährige Gymnasiastin, deren großer Traum ebenfalls ein Aufenthalt in den Vereinigten Staaten ist.

„Ich schaue jetzt noch mal, ob ich vielleicht anderweitig ein Teilstipendium erhalten kann“, steckt Franziska Bakenecker den Kopf deswegen aber noch lange nicht in den Sand.

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