Nach der Kommunalwahl 52 Koopzondagen pro Jahr?
Enscheder Politiker für weitere Liberalisierung

Enschede -

Sonntagsruhe? In Enschede schon jetzt zweimal im Monat ein Fremdwort: Dort dürfen die Geschäfte am ersten und letzten Sonntag im Monat von 13 bis 17 Uhr öffnen. Nach der Kommunalwahl am 21. März könnten es 52 Koopzondagen werden. Nicht nur die linksliberale Partei D‘66 spricht sich für eine weitere Liberalisierung aus: Wirtschafts-Dezernent Eelco Eerenberg hätte zumindest nichts dagegen. In der aktuellen Ratsperiode wird sich wohl nichts ändern. Die christsoziale Christen-Unie (CU), einer der fünf Koalitionspartner im Magistrat, spricht sich strikt gegen weitere Sonntagsöffnungszeiten aus, berichtete kürzlich der Twentsche Courant Tubantia.

Freitag, 23.02.2018, 08:02 Uhr

Einkaufen an jedem Sonntag? In Enschede ist das möglicherweise künftig möglich.
Einkaufen an jedem Sonntag? In Enschede ist das möglicherweise künftig möglich. Foto: Klaus Wiedau

Eine Vereinbarung, die Vertreter des örtlichen Möbelhandels und eines Gartencenters mit CU-Vertretern geschlossen hatten, wollten die Parteivertreter letztendlich nicht unterzeichnen. Demnach hätten die Geschäfte jeden Sonntag von 13 bis 17 Uhr öffnen dürften. Allerdings wäre festgeschrieben worden, dass kein Angestellter verpflichtet werden dürfe, sonntags zu arbeiten.

Der Widerstand der Christen-Unie dürfte allerdings nur noch kurze Zeit Wirkung zeigen: bis die nächste Rathauskoalition steht. Die meisten Parteien in Enschede sehen keinen Grund, an der derzeit gültigen Ladenschluss-Vereinbarung festzuhalten. Die sieht – auf Betreiben der CU – vor, dass die Geschäfte nicht jeden Sonntag öffnen dürfen.

Eerenberg sieht keinen Grund, an der jetzigen Praxis festzuhalten. Damit ist er auf Linie seiner Landespartei, die auf eine Liberalisierung der Ladenschlusszeiten drängt.

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